Carl-A. Fechner: Power to change Die Energierevolution ist möglich | Leseprobe read’n’go

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POWER TO CHANGE

Das brandneue Buch des bekannten Dokumentarfilmers Carl-A. Fechner belegt: Die Wende der Energieversorgung ist möglich – überall auf unserem Planeten. Auf der Basis seines Films »Power to Change« zeigt der ehemalige Bundeswehrhauptmann, Nachrüstungs- und Atomkraftgegner, warum heute die ganze Welt auf erneuerbare Energie umschalten kann – wenn sie nur will! Das Credo des weltweit anerkannten Energieexperten lautet:
Der Energie-Wandel hin zur Nachhaltigkeit ist möglich. Jetzt!

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Gründe

Amir Roughani, Unternehmer und Protagonist des Films »POWER TO CHANGE – Die Energierebellion«

Klimawandel, geopolitische Konflikte um Ressourcen, Kriegs- und Klimaflüchtlingswellen: Es ist offensichtlich, dass sich unser System grundlegend ändern muss. Und zwar überall: Unsere Volkswirtschaften setzen die falschen Prioritäten. Die meisten Unternehmen schielen einzig auf ihre Bilanzen und zerstören dabei langfristig ihre eigene – und unsere – Lebensgrundlage. Sie nehmen damit bei der Natur ein zinsloses Darlehen auf, das die Allgemeinheit mit der Klimakatastrophe sowie Kriegen und Ungerechtigkeit zurückzahlen muss. Und jeder Einzelne von uns fällt täglich viele Entscheidungen, die – würde man sie einmal logisch durchdenken – falsch und schlecht sind, auch und besonders für uns selbst.
Nicht etwas muss sich verändern – sondern wir müssen es verändern. Ich bin überzeugt, dass jeder fähig ist, sich und sein Leben in die Hand zu nehmen und neu auszurichten. Dass jeder zu der großen Veränderung unserer Zeit etwas Positives beitragen kann. Und dass Veränderung etwas Gutes hervorbringt, wenn sie aus der richtigen Geisteshaltung heraus geschieht.
Dieses Buch kann dabei helfen.
Veränderung ist kein abstraktes Etwas, kein Nebel des Ungefähren, kein Herumstochern oder zielloses Ausprobieren. Veränderung ist kein Zufall. Sie ist ein Prozess, der von drei Faktoren abhängt, und lässt sich in eine nüchterne Formel fassen. Und wo Formeln und Faktoren wirken, da können, da dürfen wir das Ruder übernehmen.
Der erste Faktor ist die Vision. Sie gibt uns ein Ziel und eine Richtung vor. Sie ist unser Kompass und Antrieb auf dem Weg zur Veränderung.
Carl Fechner hat eine klare Vision, die er hier gut begründet zu Papier gebracht hat. Er sagt: Wir können uns schon sehr bald zu 100 Prozent aus regenerativen Quellen mit Licht und Wärme und all der Energie versorgen, die wir für unser Land – und unsere Welt! – benötigen. Besser noch: Wir haben etwas davon, nämlich persönlichen Wohlstand, weltweite Gerechtigkeit und ein gutes Gefühl. Der Wandel bedeutet nicht Verzicht, sondern Lust.
Und Carl Fechner zeigt uns den Weg dorthin, indem er uns seine Geschichte und die seiner Mitstreiter zeigt. Plusenergiehäuser, Elektroautos, Solarparks, Biogas-Anlagen, Nahwärmenetze, Batteriekraftwerke: Auf ganz persönliche Weise führt er uns an diese neuen technischen Möglichkeiten heran und zeigt uns, wie wir von ihnen profitieren können.
Der zweite Faktor der Veränderung ist Leidensdruck. Ist nämlich alles gut so, wie es ist, dann spüren wir keine Notwendigkeit zum Handeln. Erst wenn uns Dinge ärgern, auf den Geist gehen oder Schmerzen bereiten, werden wir Energie in notwendige Veränderung stecken.
Auch hier findet Carl Fechner klare Worte. Sein bemerkenswerter Lebensweg ist von genau diesem Leidensdruck gekennzeichnet. Er konnte anders als sein militärisches Umfeld die Stationierung von Atomwaffen in Deutschland nicht akzeptieren und engagierte sich frühzeitig dagegen. Für ihn war klar, dass atomare Abschreckung seinem Auftrag als Soldat, sein Land zu beschützen, völlig zuwiderläuft.
Damit war er seiner Zeit weit voraus. Carl Fechner wusste schon damals: Geschichten von Innovation und Fortschritt finden ihre Leser, Hörer und Zuschauer. Er hat dabei stets vermocht, auch immer das Gefühl der Dringlichkeit zu vermitteln, dass es so nicht weitergehen kann. In diesem Spagat liegt seine große Leistung.
Sie schimmert auch bei dem dritten und vielleicht wichtigsten Faktor durch: Vertrauen. Damit meine ich eine grundlegende vitale Einstellung zum Leben und zu anderen Menschen. Also zum einen das Vertrauen in die Menschen, mit denen wir gemeinsam eine Vision teilen, zum anderen aber auch den Glauben daran, dass wir die Veränderung schaffen können. Glauben Sie an sich und Ihre Fähigkeit, fernen Ideen Stück für Stück näherzukommen und sie irgendwann in die Tat umzusetzen! Keine Herausforderung ist zu groß, nur unser Wille zu klein. Haben Sie ein positives Menschenbild und Vertrauen darin, dass Veränderung wahr werden kann! Erst dann rückt sie auch in den Bereich des Möglichen.
Um das zu erreichen, sollten Sie sich idealerweise mit dem identifizieren, was Sie tun. Viele Menschen finden den Sinn ihres Lebens in ökologischen Projekten und damit beinahe immer auch in der Frage der Energiegewinnung. Wie Carl habe ich dabei viele Menschen getroffen, die sich, ihrem Umfeld und ihrer Lebensaufgabe voll und ganz vertrauen und ihr Leben der nachhaltigen Energiegewinnung verschrieben haben.
Carl liefert in diesem Buch solche Beispiele en masse, Geschichten von ihm selbst und von Vordenkern, die zwar jahrelang für ihre Sache kämpfen mussten. Die aber allen Widerständen zum Trotz ihre Vision zu einer Tatsache gemacht haben. Die Lektüre dieser Erzählungen macht Mut. Und vielleicht hilft sie Ihnen dabei, selbst ein Herz zu fassen und Ihr Leben und Umfeld zu verändern.
Ein letzter Gedanke zu einem Aspekt, der dieses Buch ebenfalls kennzeichnet: Carl Fechner hat den Begriff »Nachhaltigkeit« in seinen Erzählungen weitestgehend umschifft. Zu Recht: Denn das Wort ist zur Hülse verkommen, die für alle möglichen Entwicklungen und Technologien herhalten muss. Der Begriff hat sich über die letzten Jahrzehnte in den Debatten abgenutzt und ist mit dem faden Geschmack der Fundamentalpolitik behaftet.
Das ist schade und falsch. Wir sollten uns an die ursprüngliche Bedeutung des Wortes erinnern, die eben nicht nur ökologisch ist – aber darin ihren Ursprung hat. Nachhaltigkeit bildet das Fundament unseres Handelns, nämlich eine widerstandsfähige, lebensstärkende Welt zu schaffen, in der Wachstum nicht die oberste Prämisse ist. Das überträgt sich auf die ökonomische Nachhaltigkeit, indem wir nun auch Güter, Infrastruktur- und Finanzkapital nach ihrem Nutzen für eine lebensdienliche Welt bemessen. Mit Hilfe dieser Werkzeuge können wir so agieren, dass wir eine freie, gerechte und mitfühlende Welt schaffen. Eine Welt mit Fokus auf kulturelle und soziale Aspekte – ebenfalls ein wesentlicher Punkt dieses Buches.
Carl Fechner füllt den Begriff mit neuem Leben, ohne ihn explizit immer wieder zu nennen. Er verwebt die teilweise unerträgliche Realität von Armut, Gier und falschen Entscheidungen mit dauerhaft guten Aussichten: Wir dürfen jetzt handeln! Uns sind jetzt die Mittel gegeben, den Wandel anzustoßen – und, verzeihen Sie den Gebrauch des Satzes, eine friedliche und gute Welt, angetrieben von Nachhaltigkeit, zu bauen.
»Power to Change«: Nehmen Sie sich dieses Buch und seinen Titel zu Herzen. Und wenn Sie es noch nicht getan haben, schauen Sie den Film. Danach wissen Sie: Wir haben die Kraft, ganz große und ganz kleine Dinge zu verändern und damit viel zu erreichen. Ich wünsche mir, dass dieses Buch Ihnen Wege zeigt, wie Sie Ihren ganz persönlichen »Change« und Ihre Energierevolution starten können.

 

Es gibt gute Gründe, dieses Buch zu lesen

Einer dieser Gründe lautet: Die Menschheit soll überleben. Zu hoch gegriffen? Keineswegs! Auf den Seiten dieses Buches möchte ich einerseits zeigen, was die Menschheit mit Klimawandel, Umweltzerstörung und der damit einhergehenden globalen Ungerechtigkeit bereits angerichtet hat. Der Kampf um Energie und insbesondere um Öl kostet Menschenleben. Die Suche nach Kohle zerstört Lebensräume. Atomkraftwerke und ihre Abfallprodukte verstrahlen ganze Landstriche unseres schönen Planeten – und machen sie unbewohnbar auf Generationen hinaus. Und all dies nur aus einem Grund: Weil wir bis heute nicht gelernt haben, die alles bestimmende Energiefrage mit klarem Kopf zu lösen. Albert Einstein hat es so ausgedrückt: »Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.«
Muss das so sein? Sicherlich nicht. Dieses Buch zeigt Ihnen Wege und Auswege aus dem Aberwitz zentralisierter, durchökonomisierter, von staatlichen Instanzen und internationalen Konzernen beherrschter Energieerzeugung. Es belegt, dass wir schon heute die Energierevolution wagen können. Und was wir tun müssen, damit sie gelingt. Dazu möchte ich uns alle einladen.
So bleibt das Buch nicht bei der bloßen Diagnose des Status quo stehen. Dieses Buch jammert nicht. Es erstarrt nicht angesichts der enormen Probleme und Herausforderungen. Es stemmt sich vielmehr gegen Lethargie, Zaudern und Ausflüchte. Denn zum einen schildern meine Mitstreiter und ich, welche ungeheuren Möglichkeiten es gibt, unsere Welt wirksam auf ein dezentrales Wirtschaftssystem mit 100 Prozent erneuerbaren Energien umzustellen. Wir können das bis zum Jahr 2040 schaffen. Zum anderen illustriert dieses Buch, welche Innovationen, Ideen und politischen Lenkungsinstrumente es bereits gibt, um die Energiewende konsequent zum Erfolg zu führen. Dieses Buch sagt, wie das geht, wie jeder Einzelne dazu beitragen kann – und sogar selbst davon profitiert.
Weiterhin beschäftigt sich dieses Buch mit den Ergebnissen der aktuellen Forschungen weltweit tätiger Wissenschaftler. Die fordern klipp und klar: Alle Industrienationen müssen bis zum Jahr 2040 ihre CO₂-Emissionen auf den Wert Null herunterschrauben. Das ist die Minimalforderung, um das Klima unseres Planeten zu retten – und damit die Lebensräume der Menschheit. Vom Erscheinen dieses Buches bis zum gesetzten Termin sind das genau 22 Jahre. Das ist in etwa die Zeit, die ein Mensch braucht, um zum Erwachsenen zu reifen. Für die Menschheit ist das eine kurze Zeitspanne, um nach Jahrhunderten des umweltzerstörerischen Handelns »erwachsen« zu werden. Wir können endlich lernen, unser Handeln zu hinterfragen. Wir dürfen Verantwortung für unseren Planeten übernehmen und dementsprechend unser Leben ausrichten. Die Menschheit muss ihre kindlich naive Vorstellung, dass sich alles ohne ihr Zutun schon richten möge, ablegen und erwachsen werden. Es ist Zeit, das Heft in die Hand zu nehmen. Für unseren Planeten und für nachfolgende Generationen. Dieses Buch ist meine Einladung dazu.
Kaum ein Wissenschaftler bestreitet ernsthaft, dass die Klimaziele zur Rettung unserer Umwelt technisch zu erreichen sind. Dennoch scheint in Politik und Wirtschaft weitgehend nicht bekannt zu sein, dass viele Lösungen bereits heute verfügbar sind. Das Wissen, die Technik, die politischen Instrumente und das Engagement von einzelnen Unternehmen und vielen Privatpersonen ist vorhanden. Es scheint, dass uns der Mut zu der konkreten Umsetzung fehlt. Ein weiterer Grund für mich, dieses Buch zu schreiben. Denn Zeit und Gelegenheit genug, zu begreifen, wo diese Welt steht, haben mittlerweile alle gehabt: die Politiker, die Industrievertreter, die Finanzexperten.
Greenpeace erwartete vor zehn Jahren 150 Millionen Klimaflüchtlinge bis zum Jahr 20501 – heute haben sich die Prognosen der NGO vervielfacht2: Das sind die kommenden Generationen von Asylsuchenden, die durch den Klimawandel gezwungen sein werden, ihre Heimat zu verlassen. Welche Verwerfungen in den Gesellschaften Europas und der Nordhalbkugel das mit sich bringen würde, sollten wir uns klar vor Augen führen.
Ist die Welt ein verlorener Planet, der zunehmend von Terror und Krieg gegeißelt und von Flüchtlingsschicksalen und Wirtschaftskrisen erschüttert wird? So scheint es. Doch ich habe Grund zum Optimismus: Heute halten wir die Werkzeuge und Technologien in den Händen, um wirksam gegen die Klimakatastrophe zu handeln. Und damit auch gegen die Ursachen der meisten Kriege und Flüchtlingskatastrophen.
Schauen wir uns einmal das Gesamtbild an, entdecken wir: Energie ist Wohlstand. »Ohne Energie geht nichts, das muss man wissen.« Das war ein zentraler Satz des ehemaligen SPD-Politikers und Trägers des Alternativen Nobelpreises, Hermann Scheer. Scheer war bis zu seinem viel zu frühen Tod im Jahr 2010 mein Freund, Berater und Vorbild. Er brachte die Relevanz der Energiewirtschaft für unser aller Leben auf den Punkt: Energie ist alles, denn ohne Energie ist das meiste nichts.
Wir haben verlernt, Energie wertzuschätzen. Hier in Deutschland und Europa umgibt sie uns wie selbstverständlich. Sie ermöglicht uns Licht, wann immer es nötig ist. Sie spendet uns Wärme und lässt uns in unserer Klimazone leben, in der es im Winter überlebensfeindlich kalt werden kann. Sie ermöglicht uns den schnellen und reibungslosen Transport quer durch die Lande und über den ganzen Globus. Mit ihr können Informationen in Sekundenbruchteilen um die Welt gesendet werden. Energie hat die Grenzen von Transport und Information gesprengt. Sie ist der Motor für Wirtschaft, Gesellschaft und Globalisierung. Die Währung zukünftiger Generationen werden weder Dollar, noch Euro, noch Renminbi oder Gold sein. Die Währung der Zukunft ist Energie! Es tut gut, dies zu fühlen.

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Carl-A. Fechner (Autor)

Carl-A. Fechner, geb. 1953, Studium der Medienpädagogik, ist ein deutscher Regisseur, Journalist, Produzent, Gründer der fechnerMEDIA GmbH und Vorstand der Protect the Planet – Gesellschaft für ökologischen Aufbruch. Fechner setzt sich für den vollständigen Umstieg auf erneuerbare Energien ein.

»Wenn wir es jetzt nicht versuchen, kommt morgen die Frage: Warum habt ihr versagt?«

Gegen die Macht der Energiekonzerne

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