C. Baxter Kruger: Patmos – Drei Tage, zwei Männer, eine Begegnung mit Gott | Leseprobe read’n’go

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»Das Buch für all jene, die nicht glauben können, Gott aber vermissen.«

Als Aidan weit weg von Zuhause in einer Höhle erwacht, kann er nicht glauben, was ihm widerfährt. Ein bärtiger Greis erklärt ihm, er sei jetzt auf Patmos und müsse sich gefälligst vor den Römern in Acht nehmen. Der ausgebrannte Professor lässt sich auf die Begegnung ein. Sollte er wirklich in der Zeit Jesu gelandet sein? Und sitzt ihm gegenüber etwa sein Jünger Johannes? Je tiefer ihre Gespräche werden, desto mehr erschüttern sie Aidans Weltbild. Die Sache mit Gott und mit Jesus ist ganz anders als er bisher dachte!

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Eine fesselnde Geschichte mit einer befreienden Botschaft

Die Begegnung mit Jesu

DAS GROSSE ICH BIN
ALPHA & OMEGA

DAS GROSSE ICH BIN

Hoffnung pochte in meinem Herzen und ich begann zu fühlen, aber ich wusste, dass ich mehr Zeit brauchte. Meine Begegnung mit Jesus hatte mich völlig durchgeschüttelt, und ich wollte sie in allen Aspekten wirklich verstehen – persönlich, spirituell, psychologisch und nicht zuletzt theologisch.

Ich erlebte plötzlich einen Moment aufrichtiger Dankbarkeit. Ich schaute meinen geliebten Bruder an und hatte das Gefühl, ihm gar nicht genug dafür danken zu können, wie liebevoll er mich seit meiner Ankunft begleitete. Er ist ein sanftmütiger Mann, ein wahrer Apostel Jesu. Wieder brach ich in Tränen aus.

Der heilige Johannes hatte mich zu einer Begegnung mit Jesus geführt, wie ich sie niemals zuvor erlebt hatte. Und diese Begegnung stellte alles, woran ich geglaubt hatte, auf den Kopf, oder kehrte das Innerste nach außen. Aber meine linke Gehirnhälfte schaltete sich ein und damit die Notwendigkeit, das Ganze logisch zu analysieren. Das, was ich erlebt hatte, und das, was der Apostel gesagt hatte, war äußerst vielschichtig, und es fiel mir schwer, alles zu verarbeiten. Ich dachte an die drei Sessel, die ich gesehen hatte, und das half mir irgendwie, mich zu konzentrieren.

Der Apostel glaubte, dass Jesus mit seinem ewigen Leben und seinem Vater in uns allen wohnt. Ich hatte immer geglaubt, ewiges Leben bedeute, dass wir alle nach dem Tod in den Himmel kommen und ewig weiterleben würden – vorausgesetzt, dass wir auf richtige Weise an das Evangelium geglaubt hatten. Johannes’ Sicht des Lebens war eher beziehungsorientiert. Es ging weniger darum, wie lange wir leben und wo, sondern wen wir kennen und wie unser Wissen unsere Erfahrung formt. Für den heiligen Johannes selbst hatte diese Sichtweise eindeutig gut funktioniert. Ich musste an Jesu Gebet denken: »Das ist das ewige Leben: dich, den einzigen wahren Gott zu erkennen und Jesus Christus, den du gesandt hast.«

Als ich über sein Gebet nachdachte, kam mir, ohne dass ich es mir erklären konnte, ein Kartendeck in den Sinn. Vielleicht mischt ja Jesus die Karten neu

Ganz besonders beschäftigte mich, wie real Jesus und der Heilige Geist für den Apostel waren. Johannes versuchte nicht, nach der Bibel zu leben. Er lebte in einer bemerkenswerten Gemeinschaft mit Jesus und seinem Vater, immer im Heiligen Geist. Und doch verehrte er die Bibel. Mir war immer beigebracht worden, dass die Bibel heilig sei, aber Johannes fühlte sich wesentlich mehr zu Jesus selbst hingezogen. Er glaubte fest daran, dass Jesus in uns allen gegenwärtig ist. Keineswegs wohne er fern von uns im Himmel, nachdem er uns ein Buch zu unserer Inspiration hinterlassen hat. Ich beschloss, mit der Frage nach der Bibel zu beginnen. Zum ersten Mal in meinem Leben war ich zuversichtlich, dass mir alles, was wichtig für mich war, enthüllt werde.

Als ich Johannes nach seiner Sicht der Bibel fragte, lächelte er. Er wusste offenbar genau, was in mir vorging …

ALPHA & OMEGA

Plötzlich überkam mich ein Gefühl tiefer Ehrfurcht. Ich hatte im Lauf der Jahre immer wieder Vorlesungen über Nicäa gehalten, und die Dreifaltigkeitslehre war mir immer bedeutungsvoll erschienen. Doch jetzt hatte es für mich etwas Heiliges, Persönliches, über den Vater, den Sohn und die Heilige Seele zu sprechen. Die Heilige Dreifaltigkeit ist keine Doktrin! Sie ist Gott! Ich war so ergriffen, dass es mir die Sprache verschlug.

»Einssein«, wiederholte der heilige Johannes, »ist die Gebärmutter, aus der alles erschaffen wird. Der Vater ist im Sohn, der Sohn im Vater, und die Heilige Seele ist in Vater und Sohn. So war es immer und so wird es immer sein. Und wir, mein lieber Aidan, wir gebrochenen Menschen, sind in dem Sohn, und er ist in uns. Alle werden es sehen«, verkündete er mit seiner außerordentlichen Zuversicht. »›An jenem Tag werdet ihr erkennen: Ich bin in meinem Vater, ihr seid in mir und ich bin in euch.‹« Sein Blick strahlte Leben und Liebe aus, und ich fühlte mich davon umhüllt und getragen.

Johannes wandte sich der Apokalypse zu und spielte mit dem weißen Stein in seiner Hand, während er über das Mysterium nachsann. Er ging auf die rechte Seite des Raumes, vorbei an dem hohen Stein mit der Lampe und blieb kurz vor dem Schluss seines Textes stehen. Dort zeichnete er einen Kreis um die Formulierung ALPHA KAI TO W, (Alpha und Omega, entsprechend A und Z im lateinischen Alphabet, was »Anfang und Ende« bedeutete). Dann ging er noch weiter nach rechts und markierte die Formulierung an dieser Stelle erneut.

Ich stand hinter ihm, immer noch sprachlos.

Johannes zeigte auf die markierte Stelle links von ihm. »Das ist der Vater … und das«, sagte er und zeigte auf die markierte Stelle rechts von ihm, »ist der Sohn. So war es immer und so wird es immer sein.

Weiter ohne die Geschichten

»Seit ich mich erinnern kann war mein Herz fasziniert von der Idee der Verbundenheit mit Christus«
Baxter Kruger

Treffen Sie zwei ungewöhnliche Männer und werden Sie Teil einer alles verändernden Begegnung!

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»Dieses Buch entlarvt die Lügen, die Theologie so lange beherrschten und öffnet Augen und Herzen. Es ist das Tor zu einem zauberhaften Weg tiefer religiöser Verwandlung.«

William Paul Young, Autor von »Die Hütte«