Sophie Kinsella: Mami Fee & Ich | Leseprobe read’n’go

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Ein zauberhaftes Duo zum Verlieben

Die 7-jährige Ella hat eine ganz normale Familie: chaotischer kleiner Bruder, Papa und Mama. Hm, na ja, Ellas Mama ist nicht gaaaanz so wie andere Mütter. Denn: sie ist eine wischwaschechte Fee! Und Ella – ist ihre kleine Junior-Fee. So eine Feen-Mama ist super praktisch, wenn mal morgens wieder keiner Milch besorgt hat, oder die extra pingelige Nachbarin spontan zum Tee vorbeikommt. Denn, Hokuspokus, zaubert Mami dann – eine Kuh in die Küche und fliegenden Muffinteig. Wie gut, dass Ella ihrer Mama zur Hand geht, die ist nämlich die Allerallerbeste auf der Welt und immer guter Laune – nur mit dem Zaubern, da hapert es manchmal ein bisschen.

Ich heiße Ella Brook und lebe in Cherrywood. Ich habe blaue Augen und dunkelbraune Haare. Meine allerallerbesten Freunde in der Schule sind Tom und Lenka.

Meine allerallerschlimmste Feindin ist Zoe. Sie wohnt im Haus nebenan und ist meine absolut Nichtbeste – Freundin. Sogar wenn sie lächelt, sieht sie ziemlich gemein aus.

Und dann ist da noch meine Mami. Sie sieht aus wie eine ganz normale Mami … aber das ist sie nicht. Sie kann sich nämlich in eine Fee verwandeln.

Dazu muss sie bloß dreimal mit dem Fuß aufstampfen, in die Hände klatschen, mit dem Po wackeln, ganz laut »Marshmallow« rufen und …TADAAA! Schon ist sie schwuppdiwupp Mami Fee und kann mit Hilfe ihres coolen neuen Magic Smart V5 drauf los zaubern. Das ist kein normaler Zauberstab, sondern ein kleiner Computer mit magischem Bildschirm UND Turbo-Zauber-Taste.

Heutzutage haben die meisten Feen so einen Magic Smart. Es gibt extra Feen-Apps, Feen-Mailprogramme und Feen-Spiele. Wenn ich brav bin, erlaubt mir Mami manchmal, damit zu spielen (aber die Zauberfunktion schaltet sie vorher immer aus).

 

Darf ich vorstellen

Das sind Tom und Lenka
Das ist meine Omi

Tom und Lenka

Das sind meine allerallerbesten Freunde in der Schule: Tom und Lenka.

Wir sind sehr gute Freunde und haben immer viel Spaß miteinander.

 

Meine Omi Fee

Das ist meine Omi.

Sie ist toll!

Und sie ist auch eine Fee, wie meine Mami.

Obwohl sie noch einen altmodischen Feen-Zauberstab mit einem Stern an der Spitze benutzt, hat sie schon dreimal hintereinander den ersten Preis für den besten Zauberspruch beim großen Feen-Zauberwettbewerb gewonnen.

 

Die kenne ich doch schon!

Eines Morgens ging ich in Mamis Schlafzimmer und blieb erschrocken stehen. Sie hatte überall rote Punkte im Gesicht und schnäuzte sich gerade die Nase. »Mami«, rief ich. »Ich glaube, du bist krank!«

»Ich weiß«, krächzte Mami. »Mal schauen, ob wir irgendwas im Medizinschränkchen haben, das ich nehmen kann.«

Mami probierte alle unsere Medikamente aus, aber nichts half. Am Ende rief Papi den Doktor an.

Als der Doktor da war, untersuchte er Mamis Punkte, maß Fieber und leuchtete in ihre Ohren.

»Sie haben eine sehr ungewöhnliche Grippe«, sagte er, als er fertig war. »Sie brauchen jetzt vor allem Ruhe, dann werden Sie bald wieder gesund.«

»Ruhe?«, sagte Mami.

»Ja«, sagte der Doktor. »Ruhe.«

Mami mag keine Ruhe. Viel lieber macht sie tausend Sachen auf einmal und hat Spaß. Sobald der Doktor wieder weg war, kletterte sie aus dem Bett. Sie wirkte sehr, sehr wacklig auf den Beinen, trotzdem stampfte sie dreimal mit dem Fuß auf, klatschte in die Hände, wackelte mit dem Po, sagte:

»Marshmallow«, … und TADAAA! Schon war sie Mami Fee.

Aber ihre Flügel waren ganz stumpf und hingen schlapp herunter und ihre Krone glänzte auch nicht.

»Ich werde mich selbst mit einem Zauber heilen«, sagte sie zu Papi und mir.

»Das halte ich für keine gute Idee«, sagte Papi besorgt.

Aber Mami Fee zeigte mit dem Magic Smart auf sich, tippte einen Zahlencode ein – pieppiepblubs – und krächzte:

Doch es passierte nichts. Mami Fees rote Punkte waren nicht verschwunden und sie hatte immer noch eine Schnupfennase. Ihre Flügel hingen sogar noch schlapper herunter.

»Fühlst du dich besser?«, fragte Papi.

»Nein«, sagte Mami. »Ich verstehe das nicht. Am besten schaue ich mal in der Feen-Doktor-App nach.«

Sie scrollte durch die App und suchte nach einem passenden Zauberspruch. Genau in dem Moment kam Omi herein.

»Ojemine, du hast die Feengrippe«, sagte sie, sobald sie Mami Fee sah. »Ich fürchte, dagegen hilft gar nichts. Wenn du versuchst, sie mit einem Zauber zu heilen, machst du alles nur noch schlimmer. Du musst heiße Zitrone mit Honig trinken und dich ausruhen. Und du darfst auf keinen Fall mit einem Zauber versuchen, dich gesund zu machen.«

»Der Doktor und Omi haben recht«, sagte Papi. »Du brauchst bestimmt einfach nur Ruhe.«

»Ich will aber keine Ruhe«, sagte Mami Fee. »Ich will gesund werden.« Sie sah sehr unzufrieden aus. »Kandierter Apfel«, brummte sie und legte sich wieder ins Bett.

Nach dem Mittagessen ging ich zu Mami, um zu schauen, wie es ihr ging. Sie saß in ihrem Nachthemd im Bett, trank heiße Zitrone mit Honig und las in ihrem Feenhandbuch.

Mami holt ihr Zauberbuch nur selten heraus. Es ist sehr alt und in winziger Schrift geschrieben und die Seiten sind hauchdünn. Es wurde vor Hunderten von Jahren von den Ururur-Feen geschrieben. Heutzutage haben die meisten Feen Magic Smarts, die alle Zaubersprüche einprogrammiert haben. Trotzdem besitzt jede Fee auch ein Zauberbuch. Ich kann es kaum erwarten, bis ich groß genug bin, um mein eigenes zu bekommen.

»Warum liest du in deinem Feenhandbuch?«, fragte ich. »Omi hat gesagt, dass du nicht zaubern darfst, um gesund zu werden.«

Aber Mami hörte gar nicht richtig zu. »Na bitte«, sagte sie. »Wusste ich’s doch, dass ich etwas Passendes finden würde! Ein Zauberspruch, der dafür sorgt, dass einem nicht mehr so heiß ist. Das ist genau, was ich brauche.«

Sie kletterte aus dem Bett, stampfte dreimal mit dem Fuß auf, klatschte in die Hände, wackelte mit dem Po, sagte: »Marshmallow«, … und TADAAA!

Schon war sie Mami Fee.

Dann zeigte sie mit dem Magic Smart auf sich, tippte einen Zahlencode ein – pieppiepblubs – und sagte:

Im nächsten Moment tauchte eine Wolke über ihrem

Kopf auf, aus der dicke Schneeflocken rieselten.

»Ups«, sagte Mami Fee. »Wie konnte denn das passieren?

Hokuspokus Aufhöribus!«

Sie zeigte mit dem Magic Smart auf sich selbst, aber es schneite weiter auf ihren Kopf.

»Mami Fee!«, rief ich bange. »Du frierst ein! Und dein Kopf wird zu einem Schneeball! Soll ich Tante Jo anrufen? Vielleicht kann sie dich gesund machen.«

»Nein!«, sagte Mami Fee und sah ein bisschen beleidigt

aus. »Ich brauche Tante Jo nicht. Ich kann das allein.«

Mami Fee zog sich grummelnd eine Wollmütze über den Kopf und blätterte weiter durch das Feenhandbuch. »Versuchen wir es mit einer anderen Formel«, murmelte sie. »Ah, na bitte – eine Zauberformel, die einem hilft, zu Kräften zu kommen.

Eine funkensprühendes, modernes Feenabenteuer, liebenswert illustriert

Hokus- pokus Kaufibus!

Bestsellerautorin Sophie Kinsella entwirft ein zauberhaftes Duo

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Bestsellerautorin Sophie Kinsella mit ihrem ersten Kinderbuch

© privat

Liebe Leser,

als Kind war ich eine schier unersättliche Leserin. Heute, als Mutter von fünf Kindern, bin ich zutiefst überzeugt von der Bedeutung und dem Glück, die das Lesen für Kinder bereithalten. Und ich verehre die magische Welt der Kinderliteratur. Darum ist es mir eine besondere Freude, mein erstes Buch für Kinder vorstellen zu dürfen. Es ist ein Projekt, das seinen Anfang auf den Bettkanten meiner eigenen Kinder nahm – als ich Mami Fee und Ella für sie erfand.

Die Welt von Ella und ihrer magischen Mami ist, in vielerlei Beziehung, höchst realistisch. Ella geht in eine ganz normale Schule und spielt mit ihren Freunden. Ihre Mami arbeitet in einem Büro, wie viele ganz normale Mütter … außer, wenn sie sich in eine Fee verwandelt! Es ist diese Mischung aus realem Leben mit magischem Glitzern, die ich beim Schreiben besonders genossen habe, und natürlich die zauberhafte Beziehung zwischen Mami Fee und ihrer cleveren, fabelhaften Tochter Ella.

Ella und Mami Fee lernen während ihrer verrückten Abenteuer eine Menge, und ich hoffe, die Leser ebenfalls. Aber vor allen Dingen hoffe ich, dass jeder, der diese Geschichte liest und hört, kichernd und voller Freude ein klein wenig funkelnde Magie in sein Leben lässt.

Hokuspokus, Leseribus!

 

Zauberhaft - warmherzig – chaotisch

Hokus- pokus Kaufibus!

»Witzig, ironisch, spannend und auch für so manche Mutter eine großartige Lektüre.«

Wiener Zeitung