Ivy Andres: A single night | Leseprobe read’n’go

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Friedrich Nietzsche

»Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.«

Jasper Chase –
Ein wirklich heißer Bengel!

Fremde Gespräche

»Dieser Jasper Chase ist ein wirklich heißer Bengel«, murmelt eine Frau hinter mir. »Ich will ein Baby von diesem Kerl. Wobei, was rede ich? Ich nehme gleich ein Dutzend.«
»Darf ich dich daran erinnern, meine Liebe, dass deine Eierstöcke bereits vor einem Vierteljahrhundert den Dienst quittiert haben?«, fragt eine nasale Stimme.
Schockiert presse ich meine Lippen aufeinander. Wie unhöflich!
»Hugh!«, rügt ihn seine Begleiterin auch prompt empört.
»Ach bitte, Sylvia, wir wissen beide, dass der Knabe dein Enkelsohn sein könnte.«
»Und wenn schon!«, faucht die Dame.
Klammheimlich riskiere ich einen Blick über die Schulter, um mir ein Bild zu verschaffen. Sylvias knallrote, aufgespritzte Lippen bieten einen derart prominenten Anblick, dass es mir schwerfällt, den Rest von ihr wahrzunehmen. Blondierte, stark toupierte Haare, die Figur einer Zwölfjährigen – was nicht meinen Neid weckt, sondern den Impuls, sie füttern zu wollen.
»Abgesehen davon, für einen wie ihn würden meine welken Eierstöcke ihren Dienst auch wieder aufnehmen«, sagt sie. »Und wer könnte mir in diesem Kleid widerstehen?«
Ich verkneife mir gerade noch so ein ungläubiges Blinzeln. Die Frage müsste eher lauten: Wer schafft es nicht, ihr in diesem Kleid zu widerstehen? Sie trägt nämlich eine Art hautfarbenen Latex-Ganzkörperschlauch, der mit jeder Menge Strasssteinen verziert ist.
»Das ist natürlich auch wieder wahr, meine Liebe«, flötet Hugh. Er selbst ist ein kleiner, hagerer Mann, der aussieht, als hätte er sein halbes Leben auf der Sonnenbank verbracht. Der Matrosenlook, bestehend aus weißer Schlaghose, einem marineblauen Ringelhemd und der dazu passenden Mütze, ist eindeutig eine Hommage an Jean Paul Gaultier.
Als Hugh in meine Richtung blickt, drehe ich mich rasch wieder um und krame geschäftig in meiner Handtasche. Keinesfalls will ich den Eindruck erwecken, ich würde lauschen.
Allerdings kann ich auch unmöglich weghören, als Hugh sagt: »Und was Jasper Chase angeht, hast du ebenfalls recht, meine Teure. Der Kleine ist ein wahr gewordener feuchter Traum. Ich glaube, ich möchte auch ein Baby von ihm.«
»Und weißt du, was das Beste ist? Er ist Brite«, wispert Sylvia verzückt. »Erinnerst du dich daran, was man über Briten sagt?«
Ich nicht, aber ich glaube, ich will es auch gar nicht wissen, denn so wie Hugh lacht – sehr laut und sehr schrill –, ist es etwas wirklich Schmutziges. Allein dieses Geräusch treibt mir die Röte ins Gesicht, und mir drängt sich die Frage auf, was die hier in New York wohl ins Trinkwasser mischen. Das kann unmöglich gesund sein.
Leider fehlt von dem Typen, wegen dem die beiden exzentrischen Paradiesvögel hinter mir so aus dem Häuschen sind, jede Spur. Unruhig starre ich auf das Display meines Handys. Noch fünf Minuten. Ich atme tief durch und versuche, mich zu entspannen. Das hier sollte eine tolle, einmalige Erfahrung werden, stattdessen habe ich ständig das Gefühl, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein. Die Verleihung des Junior Fashiondesigner of the Year Awards wollte ich mir unter keinen Umständen entgehen lassen, doch nun hat sich durch die Verzögerungen bei der vorangegangenen Show der gesamte Zeitplan verschoben.

»... doch mit jedem Wort verfalle ich Jaspers geballtem Charme etwas mehr.«

Himmel, ist der Typ hot!

Plötzlich erklingt um mich herum frenetischer Applaus. Eilig stecke ich das Handy weg, schaue auf, und da steht er …
Wow, ist alles, was ich in diesem Moment denken kann. Nun weiß ich, was die schrille Dame hinter mir gemeint hat: Jasper Chase sieht wirklich gut aus. Heiß, wenn ich ehrlich bin. Dieses Wort beschreibt auch, was sein Anblick mit mir anstellt. Die Raumtemperatur scheint sich von jetzt auf gleich um zehn Grad zu erhöhen. Ich verbiete mir den Impuls, wie eine Ertrinkende nach Luft zu schnappen. Stattdessen zwinge ich mich, tief durchzuatmen.
Himmel, ist der Typ hot! Echt zum Verlieben!
Klar, weil gutes Aussehen ja auch alles ist, was zählt, ätzt das sarkastische Stimmchen in mir. Okay, hole ich mich auf den Boden der Tatsachen zurück, rein optisch ist er ein Traum.
»Dieser Astralleib!«, wispert Sylvia hinter mir. »Zum Niederknien.«
Hugh gibt erneut ein leises, dreckiges Lachen von sich, und ich presse beschämt meine Lippen zusammen, als mir klar wird, dass das vermutlich wortwörtlich zu verstehen ist. Dabei sieht Jasper Chase einfach nur anbetungswürdig aus.
Ich finde alles an ihm anziehend – vor allem die Dinge, die nicht perfekt sind. Sein Haarschnitt beispielsweise, falls man es überhaupt so nennen kann, denn entweder lässt er sein honigblondes Haar gerade wachsen, oder er war schon lange nicht mehr beim Friseur. Doch ich mag, wie verwegen und wild er dadurch wirkt. Das Gleiche gilt für den Dreitagebart, der sein kantiges Gesicht ziert. Himmel, er ist wirklich verboten hübsch. Und groß! Ich mag große Typen. Mit seinen breiten Schultern, die in dem maßgeschneiderten Anzug hervorragend zur Geltung kommen, sieht Jasper Chase wie ein Sportler aus.
Als der Moderator das Wort ergreift, reiße ich mich widerwillig vom Anblick des süßen Briten los. Mich auf die Rede zu konzentrieren, ist nicht so einfach, denn immer wieder huschen meine Augen zu dem hübschen Jungdesigner, der nicht viel älter sein dürfte als ich.
»Meine Damen und Herren, ich bitte Sie, die Verzögerung zu entschuldigen. Ich werde versuchen, etwas Zeit wettzumachen, und denke, das ist in Ihrem Sinne. Daher spare ich mir ein langatmiges Vorgeplänkel, doch so viel sei verraten: Wir haben heute bei der Verleihung dieses Awards eine Premiere. Zum ersten Mal zeichnen wir nämlich ein Design-Duo aus. Der Preis geht in diesem Jahr an Jasper Chase und Ian Corbin. Beide studierten sie – wie sollte es auch anders sein – am berühmten Central Saint Martins College in London und haben die Juroren mit ihren unkonventionellen Entwürfen beeindruckt. Money Matters lautet der Name ihrer Abschlusskollektion, die an Kühnheit und Kompromisslosigkeit kaum zu überbieten ist. Ich habe die Freude, Ihnen zumindest einen der beiden Rebellen der britischen Modeszene präsentieren zu dürfen. Leider konnte Ian Corbin aus gesundheitlichen Gründen unserer Einladung nicht folgen, doch immerhin ist Jasper Chase hier, um die Ehrung entgegenzunehmen. Ich bitte um Applaus!«
Während es Beifall hagelt, reicht der Moderator das Mikrofon an den jungen Designer weiter. Dieser wartet geduldig, bis die Zuschauer sich etwas beruhigt haben.
»Danke«, beginnt er mit einer rauen Stimme, die mir durch und durch geht. Kein Mensch auf der Welt sollte so verführerisch klingen dürfen. Dummerweise belässt er es nicht bei dem einzelnen Wort. Während seiner Rede kommt sein schicker britischer Akzent voll durch, was mir den Rest gibt. Zwar kann ich mich Sylvia und Hughs Babywunsch nicht anschließen, denn für Kinder bin ich definitiv noch zu jung, doch mit jedem Wort verfalle ich Jaspers geballtem Charme etwas mehr.

»... aber würdest du bitte dableiben und dich um Jazz kümmern?«

»Nett, dich kennenzulernen, Libby.«

»Fuck, Ian, nein, ich beruhige mich nicht!« reißt Jaspers Stimme mich aus meinen Gedanken. Ich sehe zu ihm. Er hat sich aus seiner Ecke rausbewegt und tigert auf der Terrasse auf und ab. »Du sagst mir jetzt sofort, was Sache ist.«
Ich kann nicht hören, was Ian erwidert, doch Jaspers drängendes »Ich will aber nicht morgen darüber reden. Ich will es jetzt wissen, Ian. Was haben die Ärzte herausgefunden?«, spricht eine deutliche Sprache. »Sag es mir einfach«, fleht er, und mein Herz schnürt sich vor Mitgefühl zusammen.
Unvermittelt sieht er auf, blickt zu mir. »Ja, sie ist noch da.« Seine Stirn wirft Falten. »Nein, Mann, das mache ich nicht. Ich kann doch nicht zu einem wildfremden Mädchen gehen und …« Ein genervtes Stöhnen und dann: »Okay, fein.« Sein Blick fixiert mich. »Hey, du, kannst du mal herkommen?«
»Ich?«, frage ich überrascht.
»Siehst du hier sonst noch irgendwen?«, blafft Jasper mich gereizt an. Sein Kumpel muss irgendetwas sagen, denn er rollt im nächsten Moment mit den Augen. »Sorry, ich …« Er hält mir sein Handy hin.
Unsicher, was er von mir erwartet, zögere ich.
»Nimm es«, fordert er mich auf.
»Oh … okay.« Ich greife danach und stutze kurz. Das Smartphone ist bestimmt schon drei oder vier Generationen alt. Irgendwie hätte ich bei einem Typen wie ihm, einem, der einen Maßanzug trägt und diese unglaublichen Erfolge verbucht, nicht so ein schrottiges Ding erwartet.
»Hallo?«, frage ich, nachdem ich es ans Ohr gehoben habe.
»Hi, ich bin Ian.«
»Ja, ich weiß.«
»Sehr schön. Und du? Wie heißt du?«
»Ich … bin Libby«, entgegne ich zögerlich.
»Nett, dich kennenzulernen, Libby.«
Ein Hoch auf britische Manieren. »Ja, freut mich auch sehr.«
»Ehrlich gesagt, lassen die Umstände etwas zu wünschen übrig, denn obwohl wir uns noch nicht lange kennen, muss ich dich um einen riesigen Gefallen bitten.«
»Was ist jetzt? Kriege ich mein Handy auch irgendwann wieder?«
Ich werfe Jasper einen finsteren Blick zu. Von Ians gutem Benehmen könnte er sich eine Scheibe abschneiden.
»Ignorier Jasper einfach und entschuldige sein flegelhaftes Benehmen. Er ist … Nun ja, du hast ihn ja bereits kennengelernt.«
»Eigentlich nicht wirklich, aber …«
»Ein gewaltiger Fehler. Das solltest du dringend nachholen. Denn normalerweise ist Jasper ziemlich cool und an guten Tagen sogar beinahe witzig.«
Ich lache über seinen Kommentar.
»Ian, Mann, komm schon, lass den Scheiß. Du kannst die Kleine auch später noch mit deinem Charme bezirzen«, mault Jasper.
»Er ist bloß neidisch, weil ich der Hübsche von uns beiden bin und er nie die Frauen abkriegt, die er will.«
Kopfschüttelnd lache ich in mich hinein.
»Du denkst sicher, dass das bei seinem unmöglichen Verhalten kein Wunder ist, aber ich schwöre, er ist nicht immer so drauf wie im Moment. Die Sache ist bloß die, dass ich kurz vor dem Abflug wieder so schlimme Bauchschmerzen hatte und ins Krankenhaus musste. Jazz macht sich also lediglich Sorgen und mutiert deshalb zu dem Stinkstiefel, der er gerade ist.«
Etwas in Ians Tonfall verrät mir, dass Jasper allen Grund hat, sich Gedanken um seinen Freund zu machen. »Und wie geht es dir jetzt?«, erkundige ich mich.
»Keine Schmerzen im Moment, was an den coolen Drogen liegt, die sie einem hier geben – intravenös und, jetzt kommt es, gratis! Kannst du dir das vorstellen? Das Zeug ist echt verdammt gut.«
Er klingt auch so, als ginge es ihm nicht allzu schlecht.
»Tut mir leid, dass ich bei unserem Kennenlernen high bin. Ich denke, dass wir das besser nicht unseren Enkelkindern erzählen sollten, oder?«
Ich grinse, was Jasper dazu veranlasst zu sagen: »Er soll endlich mit dem Süßholzraspeln aufhören und zum Punkt kommen.«
»Ach ja, da war doch was«, brummt Ian verdrießlich. »Also, heute bekam ich die Ergebnisse der Biopsie. Die Ärzte haben herausgefunden, dass ich ein Non-Hodgkin-Lymphom habe. Das ist eine Art von Lymphdrüsenkrebs.« Ich öffne den Mund und will ihm sagen, dass es mir leidtut, doch da schiebt Ian rasch hinterher: »Sag jetzt bitte nichts, Libby. Ich werde Jazz gleich alles erklären, aber ich möchte nicht, dass er danach alleine ist und sich die Augen aus dem Kopf heult. Er kann echt ein ziemliches Weichei sein, weißt du? Er ist dieser typische Harte-Schale-weicher-Kern-Typ. Und an dieser Stelle kommen wir zu dem Grund, weshalb ich dich bereits die ganze Zeit belästige. Ich weiß, ich habe kein Recht, dich um Hilfe zu bitten, denn du kennst mich nicht und du schuldest mir rein gar nichts, aber würdest du bitte dableiben und dich um Jazz kümmern?«
Ich will, dass du dich von diesem Kerl fernhältst, hallt die Stimme meiner Mutter in meinem Kopf wider. Den Bruchteil einer Sekunde lang zögere ich, dann schüttle ich ihre mahnenden Worte ab und entgegne: »Natürlich mache ich das, Ian.«
Ich höre, wie er erleichtert ausatmet. »Tausend Dank. Du hast was gut bei mir.«
»Schon okay.«
»Gibst du das Handy jetzt bitte Jazz?«
»Mache ich.«
Ich atme tief durch und halte Jasper dann sein Telefon hin. Zögerlich greift er danach. Er hebt es ans Ohr und entfernt sich ein Stück von mir. Ich lasse ihn nicht aus den Augen, als er wieder damit beginnt, unruhig auf und ab zu gehen.

»Ganz im Ernst: Du warst meine Rettung.«

Hey, warte noch mal, Libby.

Schlagartig wird mir bewusst, dass dies das Ende unserer Begegnung ist, und etwas in mir sträubt sich. Ich will das Taxi nicht besteigen, will mich nicht von ihm trennen. Sei nicht dumm, Libby, ermahne ich mich. Das ist absolut unangemessen! Einen Moment lang weiß ich nicht, ob die Stimme in meinem Kopf mir oder meiner Mutter gehört. Statt dieser Frage auf den Grund zu gehen, schiebe ich mich an Jasper vorbei und mache Anstalten einzusteigen.
Seine Finger, die meine Armbeuge umfassen, halten mich zurück. »Hey, warte noch mal, Libby. Du warst heute wirklich großartig.«
Ich schüttle den Kopf, senke ihn, doch Jasper schiebt seine Hand unter mein Kinn. Er lässt mir keine andere Wahl, als aufzusehen und ihn direkt anzublicken. Goldene Sprenkel tanzen in seinen tiefgrünen Augen. Sie wirken beinahe überirdisch. Ich drohe, mich in ihnen zu verlieren, und frage mich verzweifelt, warum nichts an Jasper Chase gewöhnlich sein kann.
»Ganz im Ernst: Du warst meine Rettung.«
Er steht so dicht vor mir, dass ich das Gefühl habe, in seinem männlich-herben Duft zu ertrinken. Sein Geruch umspinnt meine Sinne, zersetzt meinen gesunden Menschenverstand. Der Drang, ihn zu küssen, wird überwältigend.
»Hör zu, Libby, was hältst du davon, wenn wir noch irgendwo was essen gehen? Ich lade dich ein. Als Dankeschön, weil du so nett warst, und als Entschuldigung, weil ich es nicht war.«
Das klingt verdammt verlockend. Meine Mutter würde durchdrehen – was ein Grund mehr ist, auf Jaspers Angebot einzugehen. Etwas wehmütig denke ich für einen Augenblick an die Aurelio-Show und an meinen Platz in der ersten Reihe. Doch wer braucht schon Aurelio, wenn er Jasper Chase haben kann?
»Gib’s zu, du kannst einfach nicht genug von meinem Mantel bekommen.«
»Das auch«, meint er schief grinsend. »Rutsch rein!«
Ich folge seinem Befehl.
»Wohin soll es gehen?«, erkundigt sich der Taxifahrer.
»Ist das Restaurant in deinem Hotel gut?«, will Jasper von mir wissen.
Ich zucke mit den Schultern. »Ich war dort noch nicht essen, aber da mein Hotel gut ist, wird es das Restaurant vermutlich auch sein.«
»Egal, es kann nur besser sein als das in meinem.«
»So schlimm?«
Er nickt und entgegnet ernsthaft: »Da schimpft alle Welt immer über das englische Essen und dann … Nun ja, wo müssen wir hin?«
Ich wende mich an den Fahrer. »Wir müssen zum The New Yorker«, lasse ich ihn wissen, lehne mich zurück und versuche, mich zu entspannen. Meine Bemühungen werden jedoch durch Jaspers unmittelbare Nähe erschwert. Da er so groß ist, nimmt er viel Raum ein. Sein Knie berührt meines. Ich äuge zu ihm. Er unterhält sich mit dem Taxifahrer, dessen rasanter Fahrstil ebenfalls nicht dazu beiträgt, dass die Anspannung nachlässt. Als der Wagen abrupt links abbiegt, stoße ich unsanft gegen Jasper. Ein erschrockener Laut kommt mir über die Lippen, und ich stütze mich haltsuchend an seinem Oberschenkel ab, woraufhin er den Fahrer bittet, etwas langsamer zu machen. Der kommt seiner Bitte zu meiner Überraschung auch prompt nach und entschuldigt sich sogar.
Ich rücke etwas von Jasper ab und atme einmal tief durch, was mich zumindest etwas beruhigt. Dafür sorgt Jaspers aufmunterndes Lächeln erneut für Aufruhr. Aufmerksam, beinahe schon prüfend mustert er mich. Ob er mir ansehen kann, wie nervös mich seine Gegenwart mit jeder Meile, die sich das Taxi durch die Nacht schlängelt, macht? Unwillkürlich frage ich mich, was er erwartet, und erinnere mich an Edens Worte, als ich damals vor sechs Monaten mit ihr über meinen Exfreund Christian und unsere Pläne in Bezug auf unser erstes Mal sprach: Ist es nicht egal, was er erwartet? Was erwartest du?
Gute Frage. Ich habe keine Ahnung. Ich weiß bloß, dass Jazz mich unglaublich nervös macht.

Eine einzige Nacht kann dein Leben für immer verändern …

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