Jacques Lecomte: Der Welt geht es besser, als Sie glauben | Leseprobe read’n’go

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DER WELT GEHT ES BESSER, ALS SIE GLAUBEN

In Zeiten, in denen Krieg, Terrorismus und Klimawandel die täglichen Nachrichten beherrschen, ragt dieses Buch besonders heraus. Jacques Lecomte betrachtet die Welt aus einem anderen, einem analytischen Blickwinkel. Er plädiert dafür, sich nicht durch journalistische Schwarzseherei und daraus resultierende Ohnmacht lähmen zu lassen, sondern sich für etwas zu engagieren, um zu einer angemessenen Form des Realismus zu kommen. Er sieht in einem inspirierenden Optimismus, der mehr als eine individuelle Lebenseinstellung sein kann, eine ethische Notwendigkeit für die Menschheit.

Dies sind 10 der interessantesten Entwicklungen, die für einen realistischen Optimismus sprechen:

1. Seit 1990 ist das Mindestmaß an sozialer Absicherung in den meisten Ländern Standard – vor allem für Menschen mit Behinderung, Opfer von Berufsunfällen und alte Menschen.

2. Die Summe internationaler Entwicklungshilfe steigt seit 50 Jahren regelmäßig an.

3. Die Lebenserwartung ist seit 1950 von 52,5 auf 71,5 Jahren weltweit gestiegen.

4. Seit drei Jahren ist der Ausstoß an Kohlendioxid stabil.

5. Die Abholzung des Regenwaldes im brasilianischen Amazonasgebiet sank zwischen 2004 und 2012 um 80 %.

6. Seit fünf Jahrzehnten verdoppeln sich weltweit die Naturschutzzonen alle zehn Jahre.

7. Mehr als 350 vermeintlich ausgestorbene Tierarten wurden wieder gesichtet.

8. Zwischen 2004 und 2014 verachtfachte sich die weltweite Leistung der Windenergie, die Solarenergie verfünfzigfachte sich.

9. 2015 waren von 1.000 Todesfällen in der Welt nur drei einem Krieg geschuldet.

10. Gute Nachrichten zählen zu den weit verbreitetsten in Sozialen Netzwerken.

»Null-Hunger-Ziel« für 2030

Fast zwei Milliarden Menschen konnten in den letzten 25 Jahren aus ihrem Zustand der Unterernährung befreit werden. Zwischen 1990 und 1992 litten noch 19% der Weltbevölkerung an Unterernährung, im Zeitraum von 2014 bis 2016 waren es noch 11%.

Vor allem den Kindern kommt diese Entwicklung zugute. 1990 litten 255 Millionen Kinder an Wachstumsverzögerung, 2014 dagegen »nur noch« 159 Millionen, obwohl die Zahl der Kinder in diesem Zeitraum stark zunahm. Prozentual ergibt sich eine Veränderung von
40% der Kinder mit Wachstumsverzögerung im Jahr 1990 zu 24% im Jahr 2014.
Das Millenniums-Entwicklungsziel (Millennium Development Goal, MDG), das darin besteht, den Prozentsatz der hungernden Menschen weltweit zu halbieren, ist beinahe erreicht, sodass die UNO einen neuen Kurs festgelegt hat: den Hunger bis 2030 gänzlich
zu besiegen. José Graziano da Silva, der Direktor der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UNO (FAO) bekräftigt dieses Ziel: »Dass das Millenniumsziel zur Reduzierung des Hungers beinahe erreicht ist, zeigt uns, dass es tatsächlich möglich ist, zu unseren Lebzeiten die Geißel des Hungers auszulöschen. Wir müssen die Null-Hunger-Generation sein.«

 

Was wäre, wenn alle Länder der Erde demokratisch würden?

Vor zwei Jahrhunderten machten die Demokratien gerade einmal 5% der Staaten aus. Seit den 1990er-Jahren sind sie zahlreicher als jene mit einem autoritären Regime.

Seit Ende des 18. Jahrhunderts ist die Zahl der Demokratien stark gestiegen. Zwischen 1975 und 2006 hat die Demokratie weltweit kontinuierlich Fortschritte gemacht, ein Wandel, wie er in der Geschichte der Menschheit noch nie zu beobachten war.

Aktuelle Weltlage – wolkig bis heiter!

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»Dieses Buch ist eine Bilanz der positiven Entwicklungen in unserer Welt.«

Jacques Lecomte