Nacho Figueras: Die Wellington Saga – Versuchung | Leseprobe read’n’go

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Ein Mann der vielen Talente: Polospieler, Model, Autor.

Unser Autor Ignacio »Nacho« Figueras ist Kapitän und Miteigentümer des preisgekrönten argentinischen Polo-Teams Black Watch. Er gehört zu den bekanntesten Männern der Welt und ist das internationale Gesicht von »Polo Ralph Lauren«. 2009 wurde er von »Vanity Fair« hinter Robert Pattinson (und vor Brad Pitt) zum zweitschönsten Mann der Welt gekürt. Er lebt mit seiner Frau Delfina und vier Kindern in Kalifornien und Argentinien. Zu seiner Roman-Trilogie wurde er inspiriert durch die Schönheit der Pferde, seine Liebe zum Polo – und die vielen romantischen Geschichten, deren Zeuge er in diesem Umfeld wurde.

Liebe Leser,

ich habe reiten gelernt, als ich vier Jahre alt war, und mit neun fing ich an, Polo zu spielen. Tango hieß meine Ponystute, und sie war meine erste große Liebe. Damals verliebte ich mich regelrecht in die Schönheit dieser Tiere, und gleichzeitig begann mich die Kraft und der Mut der Polospieler zu faszinieren. In meinem Heimatland Argentinien ist dieser Sport sehr populär. Für mich wurde er zum Traum und hat mir im Laufe der Jahre unendlich viel gegeben, menschlich wie sportlich. Und es ist mir ein Bedürfnis, dieses Gefühl mit anderen zu teilen.

Ralph Lauren hat Polo nicht ohne Grund als Logo und als Label gewählt. Ein Mann und ein Pferd, Tempo und Adrenalin, all das hat unbestreitbar etwas, das sehr sexy und anziehend ist.
Ich selbst habe meine Frau bei einem Polospiel kennengelernt, auf der Tribüne in einem Frühsommer. Sie kam die Treppe hoch, ich sah sie an, sie sah mich an, wir sahen einander an. Sofort bat ich ihre ebenfalls anwesende Cousine Sofia, uns miteinander bekannt zu machen. Sie lachte und meinte »Das ist ja witzig; sie hat mich eben um dasselbe gebeten.« So fing es zwischen Delfina und mir an. Allerdings konnten wir uns anschließend zwei oder drei Monate nicht sehen, aber danach wurde es ernst. Seitdem sind wir zusammen …

Ich wünsche Ihnen viel Spaß mit der »Wellington-Saga«, in der es um meinen Lieblingssport und natürlich auch um Romantik geht. Und natürlich hoffe ich, dass Ihnen die Protagonisten und die Geschichten, die sie erleben, gefallen und Sie ein paar Stunden in ihre Welt eintauchen können.

Ihr Nacho Figueras

Willkommen in der Welt der High Society!

Champagner und Jetset sind nichts für die junge Tierärztin Georgia. Daher hat sie keine große Lust, ihren besten Freund zu einem glamourösen Poloturnier in Wellington, Florida, zu begleiten. Doch sie fährt mit – und dort wirft ausgerechnet Alejandro, der attraktive Sohn des mächtigen Del-Campo-Clans, ein Auge auf sie. Er zieht Georgia wie ein Sturm in eine Welt, in die sie so gar nicht zu passen scheint. Doch Alejandro ist kein Mann, der ein Nein akzeptiert …

Who is who in Wellington?

Georgia …
… ist eine junge Tierärztin. Sie besticht durch ihr berufliches Engagement und ihre Klugheit – und ihre zurückhaltende, schlichte Schönheit, die sie in der glamourösen Jetset-Welt zu etwas ganz Besonderem macht.


Alejandro …
… ist der älteste Sohn der wohlhabenden Familie Del Campo. Er ist ein attraktiver, sportlicher Polospieler mit einer Model-Figur und eisblauen Augen. Nach einigen Schicksalsschlägen hat er sich aus dem Partyleben zurückgezogen.


Sebastian …
… ist Alejandros jüngerer Bruder, mindestens genauso gutaussehend (nur mit grünen Augen), aber deutlich frecher und ein unverbesserlicher Partylöwe.

Was für ein Leben!

Glamouröse Partys, edle Pferde und heiße Nächte unterm Sternenhimmel.

Steige ein in die Welt der Wellingtons

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Del Campo. Was für ein Name, was für ein Mann ...

Ein Kuss wie kein anderer.

Was genau tat sie hier eigentlich?, dachte Georgia, während sie Alejandro auf das Boot folgte. Nein, Boot stimmte nicht – es war eine Segelyacht. Sie war viel zu groß, um als schlichtes Boot bezeichnet zu werden.
»La Bonita Pilar«, las sie laut, als sie an Bord gingen. »Und wer ist Pilar? »
»Mi mamá«, antwortete Alejandro. »Mein Vater hat ihr dieses Juwel gekauft, aber sie hasst es. Weil sie immer seekrank wird. Daher ist er meistens alleine gesegelt.« »Mit so einem Riesenboot?«, hakte sie ungläubig nach.
»Na ja, es ist natürlich eine Crew dabei, anders geht es nicht.« Er öffnete eine Kabinentür. »Geben Sie mir einen Moment, um ein bisschen aufzuräumen.« Während er unter Deck verschwand, ging Georgia zum vorderen Teil der Yacht und blickte über den Hafen. Inzwischen war es dunkel, doch der Mond schien hell, und Millionen Sterne funkelten am Himmel. Sie konnte das leise Klatschen der Wellen hören, das Salz des Meeres riechen und schmecken. Georgia schüttelte den Kopf. Vor nicht einmal vierundzwanzig Stunden hatte sie noch frierend im kalten Stall ihrer kleinen Farm im Norden die Tiere gefüttert.
Sie zog ihr Handy heraus und schickte Billy rasch eine SMS: Bin mit Alejandro Del Campo auf einer Yacht, schrieb sie.
Binnen Sekunden kündigte ein Piepsen seine Antwort an: Mach dich ran, Mädchen, las sie und verdrehte lächelnd die Augen.
Gleichzeitig erschien Alejandro, einen Pullover für sie über der Schulter, ein Tablett mit Essen in den Händen, eine Flasche Wein unter dem einen Arm und eine Flasche San Pellegrino unter dem anderen. […]
Seine Augen hatten das reinste Blau, das sie je gesehen hatte, dachte Georgia, während sie ihm ins Gesicht sah. Dazu als Kontrast die tiefe Sonnenbräune und die schwarzen Haare. Sein Mund war sinnlich und verlockend, fast ebenso einladend wie die saftigen Pflaumen, schoss es ihr unwillkürlich durch den Kopf. Sie spürte, wie ihr bei diesen schwülen Gedanken die Röte ins Gesicht stieg, und war froh, dass er es in dem schummrigen Licht nicht sehen konnte.
Er stellte die Sachen ab, legte ihr den Pullover um, und dann, einfach so, beugte er sich zu ihr hinüber, nahm ihr Gesicht in seine Hände und küsste sie.

Er nahm ihr Gesicht in seine Hände und küsste sie.

Georgia war in ihrem Leben weiß Gott schon oft geküsst worden, aber noch nie auf diese Weise. Dieser Kuss war sanft und eindringlich, hart und weich zugleich. Er erfüllte sie mit Wärme und jagte knisternde Stromstöße durch ihren ganzen Körper, ließ ihre Zehen kribbeln und ihren Atem schwer gehen. Sie schmolz dahin, drückte sich ihm entgegen, und als sie ihm tastend übers Haar strich, gab er ein leises Geräusch von sich, das beinahe klang wie ein wohliges Knurren.
Dann küsste er sie noch tiefer, öffnete ihre Lippen mit seiner Zunge und begann mit einer sinnlichen Erkundung ihres Mundes. Sie schmeckte den Wein, den er getrunken hatte, und das allgegenwärtige Salz des Meeres. Er zog sie näher zu sich heran, während sie seinen Nacken umschlang, ihre Brüste an seinen breiten, harten Oberkörper presste und dabei seinen Herzschlag spürte, der genauso wild und ungestüm war wie ihr eigener.

Sein Herzschlag war so wild wie ihr eigener.

Im Mondschein am Pool.

Georgia fand keinen Schlaf, obwohl sie in dem vermutlich bequemsten Bett lag, das man sich vorstellen konnte. […] Es war einfach dieser ganze fremdartige Ort. Das Summen der Insekten im Garten, die warme Brise, der die Zweige der Bäume rascheln ließ. Im Pool spiegelte sich das Licht des Mondes und erleuchtete selbst die Zimmer des Poolhauses heller als eine Straßenlaterne. Alles wunderschön und doch eindeutig nicht ihr Zuhause.
Sie wälzte sich herum und trat entnervt mit den Beinen um sich, bevor sie aufgab und sich aus dem Bett rollte, um die Fenster zu schließen und die Klimaanlage einzuschalten. Anschließend ging sie in die Küche, holte sich ein Glas Wasser und stand dann in Slip und Tanktop am Tresen und sah hinaus auf den mondbeschienenen Pool.
Sie wollte gerade zurück ins Bett, als sie eine schattenhafte Gestalt bemerkte, die auf das Haus zukam. Im ersten Moment erschrak sie, dachte an einen Eindringling, aber dann erkannte sie die hochgewachsene, breitschultrige Gestalt. Alejandro. Die Angst wich, stattdessen hatte sie urplötzlich Schmetterlinge im Bauch.
Sie beobachtete, wie er auf den Pool zuging, am Rand des Beckens innehielt und an einem Glas nippte. Dann kickte er seine Schuhe von sich und tauchte einen nackten Fuß in den Pool, sodass sich die silbrig schimmernde Wasseroberfläche kräuselte.
Als er seinen Drink am Rand auf einer Mauer abstellte, beschleunigte sich Georgias Atem. Sie wusste, dass sie nicht länger hinsehen sollte, dass gleich etwas passieren würde, das für sie tabu war, doch sie ignorierte die Stimme der Vernunft.
Draußen knöpfte Alejandro langsam sein Hemd auf, zog es aus und warf es hinter sich auf den Boden. Sein entblößter Oberkörper sah wie gemeißelt aus. Georgia stockte der Atem, als er sich träge streckte und die Muskeln anspannte. Dann öffnete er den Reißverschluss seiner Shorts, streifte sie herunter und stand völlig nackt da.
Röte schoss ihr in die Wangen, und ein Stöhnen entfuhr ihr. Sie presste ihre Hand fester auf die Brust, um ihr rasendes Herz zu beruhigen. Er war unglaublich sexy, ein Traum von einem Mann. Wie ein griechischer Gott.

Mondschein.
Pool.
Und er.

Mit einer raschen, anmutigen Bewegung tauchte er fast ohne einen Spritzer in den Pool ein, um kurz darauf wieder an der Oberfläche zu erscheinen und mit langen, kraftvollen Zügen durchs Wasser zu gleiten.
Er schwamm so, wie er ritt, dachte Georgia, fast als ob er verfolgt würde. Verbarg sich womöglich hinter der kraftvollen Fassade eine verletzliche Seele?
Schließlich verlangsamte er sein Tempo und ließ sich treiben, gestattete sich ein paar träge Züge in Rückenlage, bevor er die Hände an den Rand des Pools legte und sich hochstemmte. Wasser rann an seinem Körper hinunter, blieb in glitzernden Tropfen an seiner Haut hängen. Er schüttelte den Kopf wie ein großer Hund, schleuderte winzige Tröpfchen aus seinen Haaren und zog seine Shorts an. Als er sich nach seinem Hemd bückte, schaute er Georgia genau in die Augen. Diesmal gab es keinen Zweifel, dass er sie bemerkte. Er konnte alles von ihr sehen, wie sie da spärlich bekleidet vor der Fenstertür stand.
Sie starrten sich an, doch abgesehen von einem fast unmerklichen Zucken blieb seine Miene ausdruckslos, fast als hätte er damit gerechnet, dass sie ihn beim Nacktbaden ertappen würde. Ohne den Blick abzuwenden, ließ er sein Hemd wieder fallen und kam auf sie zu.

Die Wellington Saga

Partys,
Pferde,
heiße Nächte

Band 1 der Wellington-Saga: Tauche ein in einen romantischen Traum!

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»Diese Romane sind heiß und romantisch.«

Wall Street Journal

Georgias Reise in eine andere Welt.

Als Georgia die Maschine hinter den Erster-Klasse-Passagieren verließ, merkte sie erst so richtig, wie viel Geld hier unterwegs war und mit welch selbstbewusster Lässigkeit die Reichen reisten. Die legeren weißen Leinenhemden und Leinenhosen waren mit Monogrammen oder den Logos teurer Label versehen. Allen voran natürlich die von Ralph Lauren und die des US-Poloverbands. Kein Wunder, schließlich befand sie sich hier im Land des Polos. Trotzdem fragte sie sich ein wenig ketzerisch, wie viele der Leute überhaupt eine Ahnung hatten, wie man Polo spielte.
Billy wartete draußen auf sie, lehnte an einem schiefergrauen Wagen, der ebenso elegant und gepflegt war wie er selbst. Er schenkte ihr ein hinreißendes, strahlend weißes Lächeln, das seine Sonnenbräune zusätzlich unterstrich, warf ihre Tasche auf die Rückbank und zog sie in seine Arme. Neben Billy fühlte sie sich immer ein bisschen plump, aber momentan überwog die Freude, ihn zu sehen.
»Hübsch«, sagte Georgia mit einem Blick auf den schnittigen Porsche. »Weihnachtsgeschenk«, beeilte sich Billy zu sagen und besaß immerhin so viel Anstand, ein bisschen verlegen zu blicken. »Ich habe ihn nach den Feiertagen runtergefahren.« Billys Eltern hatten mit irgendeinem Fitnessdrink ein Vermögen gemacht, waren jedoch darauf bedacht, dass ihr einziger Sohn seinen Treuhandfonds nicht durchbringen konnte, selbst wenn er es versuchte.
Was er selbstredend tat.
Jetzt klappte er das Verdeck seines Sportwagens zurück, stellte die Musik an und schoss, noch bevor Georgia sich anschnallen konnte, in einem atemberaubenden, waghalsigen Tempo aus der unterirdischen Terminalzufahrt heraus in die Sonne Floridas.
Ohne hinzusehen, wechselte er die Spuren und plauderte fröhlich über alles, was er für dieses Wochenende geplant hatte. Mit einer klassischen Ray-Ban-Wayfarer- Sonnenbrille, einem eleganten Jersey-T-Shirt und einer tadellosen weißen Jeans war er, wie Georgia fand, der Inbegriff hipper Eleganz. Dagegen fühlte sie sich in ihrer zerknitterten Hose und dem langweiligen Tanktop entsetzlich hausbacken. Sie fuhren an einigen der eindrucksvollsten künstlich angelegten Landschaften vorbei, die sie je gesehen hatte. Gepflegte Koppeln und naturnahe Umzäunungen – alles war bis ins kleinste Detail mustergültig gestaltet. Riesige Ställe standen etwas zurückgesetzt von der Straße, und überdimensionale Häuser ragten dahinter auf.

Georgias Ankunft in Wellington

Georgias bester Freund Billy erwähnt zum ersten Mal die DelCampos.

Aber hören Sie selbst – aus dem Hörbuch gelesen von Elmar Börger