Merle Zirk: Retreat yourself! Loslassen und neu beginnen Meine lebensrettenden Rezepte für Gesundheit und Glück | Leseprobe read’n’go

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Für Merle Zirk gibt es ein altes und ein neues Ich. Ihr altes Ich ging in ihrem fordernden Job als Fernsehredakteurin auf – bis sie 2012 mit knapp 30 Jahren die Diagnose fortgeschrittener Gebärmutterhalskrebs erhielt. Schnell spürte sie, dass ihr die Schulmedizin allein nicht helfen konnte. So begann ihr neues Leben, in dem sie konsequent mit liebgewonnenen Gewohnheiten brach: statt Zucker, Fastfood und Alkohol gesunde Vitalstoffe, statt Fitnessstress gute Körpererlebnisse, statt »erfolgreicher, schneller, mehr« Vertrauen ins Leben und Achtsamkeit. Heute arbeitet sie als vegane Ernährungsberaterin, Dozentin in der alternativen Krebsbehandlung und Workshop-Leiterin für »Recovery Retreats«.

Mein Leben als Fernsehredakteurin dauerte knappe zehn Jahre. Durchzechte Nächte, schnelles Essen, Kaffee, Alkohol und Dauerstress: meine ständigen Begleiter. Heute schaue ich da rüber, auf dieses andere Ufer, und es ist, als würde sich eine Insel wie eine abtreibende Eisscholle immer weiter entfernen. Ich schaue hin, ich erinnere mich an einiges – und doch kommen mir diese vergangenen Lebensjahre so unwirklich vor.
Es ist, als hätte ich zwei Leben. Das »davor« und das »jetzt«. Für mich fühlt es sich so an, als hätte ich eine Zeitreise gemacht. Alles davor ist so weit weg, dass ich mich manchmal nur noch schemenhaft erinnern kann, Teile sind wie ausradiert. Ich habe das komische Gefühl, dass davor eine andere Merle jeden Morgen in den Badezimmerspiegel blickte. Wenn ich an diese frühere Version meiner selbst denke, die noch nicht weiß, was vor ihr liegt, scheint sie mir zu sagen: »Hallo von gegenüber, Merle. Alles, was passiert ist, hat dich zu dem Menschen gemacht, der du jetzt bist.« Beeinflusst von all den Erfahrungen und Schmerzen gibt es nun dieses Buch. Unbegreiflich, aber doch real.

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Am Leben,
aber nicht im Leben

Nicht nur die Dankbarkeit finde ich immer häufiger, es ist auch Angst, die sich oft wie ein Schleier über mich legt. Im Laufe der Chemotherapie gibt es Phasen, über die ich mit niemandem spreche. Ich fühle mich trotz der vielen Anteilnahme allein und hilflos. Es ist eine Art Zwischenzustand, in dem ich schwebe. Ich bin am Leben, aber irgendwie nicht im Leben. Ich versuche, neben den wöchentlichen Arztterminen weiterhin teilzuhaben, aber oft gelingt mir das nicht. Meine Perspektive verschiebt sich. Meine Familie und meine Freunde wollen alles Gute für mich, das weiß und spüre ich. Ich freue mich, wenn sie mir von ihrem jeweiligen Alltag erzählen, mich mit einbeziehen – und doch: In mir ändert sich alles. Anfangs versuche ich, die »alte Merle « zu bleiben und irgendwie mitzumachen. Zumindest nach außen hin funktioniert das gut. Auch optisch verändere ich mich nicht groß, denn meine Haare bleiben zur Überraschung aller. Die Perücke, die ich mir noch organisiert habe, verschiedene Mützchen und Vorbereitungen, die ich für den Haarverlust getroffen habe, sind hinfällig. Äußerlich sieht mir niemand an, dass ich krank bin.
Und was im Inneren vor sich geht, halte ich erst mal geheim. Ich werde sensibler, melancholischer, irgendwie roher. Bis heute. Ich weiß, dass sich viele Menschen in meinem Umfeld die Merle zurückwünschen, die ich früher einmal war. Immer gut gelaunt, partymäßig unterwegs und immer auf vielen Hochzeiten tanzend. Aber ich kann und vor allem: Ich will diese Merle nicht mehr sein.
Die Angst, dass mein Leben ganz schnell vorbei sein kann, die Schmerzen, das Wissen um den Tumor, der sich in mir breitgemacht hat, die befallenen Lymphknoten und nicht zuletzt die Chemotherapie formen meine Seele und eine neue Weise, auf das Leben zu schauen.

 

Die Bedeutung von

Nahrung

Ein ganz, ganz wichtiges Thema in meiner Genesung und in meinem jetzigen gesunden Lebensstil ist  ohne Zweifel das Essen. Zwar bedeutet das Wort »Nahrung« für mich mehr als Lebensmittel, es schließt physische, seelische und mentale Nahrung ein. Doch zuerst wollen wir uns auf das konzentrieren, was wir so etwa drei Mal am Tag machen: essen. (Es kann auch mehr sein, aber lass uns mal von der Regel ausgehen.)
Der Grund, warum ich hier über die Ernährung schreiben will und warum sie für mich in diesem Buch ein großes Thema sein muss, ist meine unglaubliche Erfahrung damit. Ich habe meinen Körper über das Essen sehr in seinem Heilungsprozess unterstützt und viele weitere Vorteile dabei erlebt.
Nachdem ich den Effekt einer gesunden, natürlichen und frischen Nahrung selbst erfahren habe, begann ich immer mehr darüber zu lesen. Dabei habe ich herausgefunden, dass diese Form des Essens alles andere als ein momentan aufploppender Trend ist, sondern jahrhundertealt. Früher haben sich alle Völker – natürlich – nur von dem ernährt, was in der Natur vorkommt, und es nur leicht verarbeitet.
Es gibt Völker auf der Welt, die das noch heute tun. Sie kennen keine der sogenannten Zivilisationskrankheiten wie Zahn- und Hautprobleme, Multiple Sklerose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs. Aber wieso treten genau diese Krankheiten bei uns so vermehrt auf?

»The food you eat can be either the safest and most powerful form of medicine or the slowest form of poison.«
ANN WIGMORE

Genussmittel

Es gibt allerlei legale Drogen da draußen. Ich war auch mal »Junkie«. Kaffee, Zucker und Alkohol haben zu jedem guten Tag gehört. Beginnend mit der wundervoll aufgeschäumten Latte macchiato oder einem Cappuccino, gefolgt von einigen leckeren, aber einfachen (auch »leer« genannten) Kohlenhydraten zuMittag: weiße Nudeln zum Beispiel oder Pizza.
Dann noch etwas Zuckersüßes in Form von Schokoriegeln am Nachmittag, bis endlich Feierabend und damit ein Glas Alkohol anstand. Natürlich ist es nie bei einem Glas geblieben, eh klar. Ich weiß nicht, wie es in anderen Berufszweigen aussieht, aber ich habe das Gefühl, dass es in der Medienbranche fast schon zum guten Ton gehört, am Abend ’ne Pulle zu öffnen. Nicht auszudenken, mit Kollegen oder Freunden essen zu gehen und nichts Alkoholisches zu bestellen.
Ein Meeting ohne Kaffee? Unmöglich! Jetzt wollen wir mal einen Blick auf diese »sozialen Schmierstoffe« werfen, wie ich sie oft nenne.

Kaffee ja oder nein?

Was dafür spricht...
Was dagegen spricht...

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SMOOTHIE

SO GELINGT DAS GRÜNE ABENTEUER!

Nachfolgend einige Tipps, wenn du mit Smoothies beginnen möchtest:
Blattgemüse spielt eindeutig die Hauptrolle beim Smoothie. Das Obst nimmt eine dankbare Nebenrolle ein und ist weitgehend für den angenehmen, süßlichen Geschmack zuständig. Zu viel Obst hieße auch: zu viel Zucker.
Wildkräuter sind das Nonplusultra und sollten regelmäßig den Weg in den Mixer finden. Der Grund: Der Vitalstoffgehalt von Wildkräutern ist weitaus höher als der von Gemüse aus (insbesondere konventioneller) Landwirtschaft.
Auch hier kannst du die Blätter von Rüben, Karotten und Kohlrabi verwenden. Sie haben einen hohen Vitalstoffgehalt. Für noch mehr Vitalstoffe und zur Abwechslung empfehlen sich: Samen & Nüsse, Kakao(bohnen), Vanille, Ingwer, Kurkuma, Matchapulver, Algen, Sprossen, Proteinpulver aus Erbsen oder Hanfsamen. Nie in den Smoothie sollten erstens aufgrund ihres Stärkegehalts: Kartoffeln, Pastinaken, Rüben, Kürbis, Süßkartoffeln, zweitens Hülsenfrüchte, weil sie die Nährstoffaufnahme erschweren und schwer verdaulich sind, drittens Industriesalz, Zucker und unreife Früchte, da diese Zutaten einfach ungesund sind.

Es gibt zahlreiche Rezepte, aber auch Ausprobieren auf eigene Faust lohnt. So bekommst du ein Gefühl für die Inhaltsstoffe, dafür, was funktioniert und was eher nicht.

Ich empfehle, nur biologisch angebautes und reifes Blattgemüse und Obst zu nehmen.

Der Smoothie wird nicht getrunken, sondern langsam schluckweise aufgenommen, gern sogar »gekaut«, damit der Körper die Inhaltsstoffe gut aufnehmen kann.

Um die Aufnahme zu erleichtern, solltest du danach eine halbe Stunde lang keine gekochten Speisen essen.

Wenn du mit Smoothies beginnst, kann der hohe Blattgemüseanteil anfangs Entgiftungserscheinungen auslösen. Das ist ein gutes Zeichen. Aber: Lieber mit weniger starten und dann steigern.

Dr. Kelly Starrett

»SITTING IS THE NEW SMOKING.«

Sport muss sein!

Ich war als Kind und als junge Erwachsene sehr sportlich. Mein Abitur habe ich den Hauptfächern in Sport und Deutsch absolviert.
In den beiden Fächern, die ich am besten konnte. Nachdem ich ins Arbeitsleben eingetaucht bin, hat sich mein Leichtathletiktraining, dem ich vorher dreimal in der Woche nachgekommen bin, irgendwie klammheimlich in Luft aufgelöst. Als Fernsehredakteurin in München und in Salzburg habe ich mich niemals mehr einem Sportverein angeschlossen.
Zwar bekamen Fitnessstudios mein Geld, aber meine Besuchsfrequenz dort schwankte stark nach Stimmung und anderen Möglichkeiten der Freizeitgestaltung.
Erst nach der Diagnose habe ich angefangen, auszuprobieren, welche Bewegung mir eigentlich guttut und mir Spaß macht. So habe ich heute Gefallen an Yoga, Wandern, Radeln, Wintersport und einfach auch nur mal: spazieren gehen mit allen Sinnen. Egal, was du dir aussuchst – ob Boxen, Yoga, Joggen, Krafttraining oder Qi Gong: Stell sicher, dass du etwas für dich tust. Regelmäßige Bewegung absolut wichtig für ein gesundes Leben.
Es ist essenziell wichtig, dass du dich bewegst: um gesund zu bleiben, aber auch, wenn du bereits eine Erkrankung hast. Ich plädiere für Folgendes: 30 Minuten Bewegung am Tag ist ein Muss! Mehr ist wundervoll!

ERIC PASKEL

»Yoga is not about tightening your ass. It’s about getting your head out of it.«

Sinnlich, stylish und reich bebildert lädt Merle Zirk in ein neues Leben ein: sharing health, hope and happiness!

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Ein Buch für alle, die Motivation und Mut suchen, wirklich etwas zu verändern.

Pro Kaffee

– Koffein und die Chlorogensäure wirken sich positiv auf den Leberstoffwechsel aus.
– Kaffee enthält eine Reihe an B-Vitaminen.
– Bestandteile des Kaffees sollen bestimmte Enzyme blockieren, die das Krebswachstum regulieren.
– Bei älteren Personen verbessert Kaffee möglicherweise die Gedächtnisleistung und senkt das Risiko, an Alzheimer zu erkranken.
– Kaffee gilt als Autophagie-Auslöser. Damit ist eine Art Selbstreinigung der Zellen gemeint, durch die auch das Wachstum von Krebszellen eingedämmt werden kann. Kaffeekonsum kann bei metabolischen Erkrankungen, wie etwa einer Störung des Fettstoffwechsels oder bei Diabetes, positiv wirken. Man vermutet, dass die Polyphenole, also die sekundären Pflanzenstoffe im Kaffee, für diesen Effekt zuständig sind, daher nützt auch Kaffee ohne Koffein.

Contra Kaffee

– Stimuliert den Körper, macht mitunter nervös und kann zu Stress führen.
– Bei Konsum am Abend stört Kaffee die Schlafgewohnheiten.
– Bei hohem Blutdruck sollte Kaffee mit Vorsicht genossen werden.
– Zu hohe Dosen Kaffee können zu Kaliummangel, Muskelproblemen und Kopfschmerzen führen.
– Wenn Kaffeebohnen zu kurz und zu heiß geröstet werden, bilden sich kaffeeeigene Säuren und Röstreizstoffe, die Menschen mit empfindlichen Mägen Probleme bereiten können.