Winterhoff: Die Wiederentdeckung der Kindheit | Leseprobe read’n’go

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Michael Winterhoff: Die Wiederentdeckung der Kindheit.

Materiell mag es Kindern heute außerordentlich gut gehen. Doch die Vorstellung, dass die heutige Gesellschaft den Kindern beste Entwicklungsmöglichkeiten und Chancen bietet, ist definitiv falsch. Indem wir uns unseren Kindern gegenüber auf eine Art und Weise verhalten, die das Wachs­tum ihrer Psyche über ein bestimmtes Stadium hinaus un­möglich macht, verurteilen wir sie dazu, ewig Kleinkind zu bleiben. Auch wenn es paradox erscheinen mag: Damit schenken wir ihnen keine wunderbare Kindheit, sondern wir nehmen sie ihnen. (S. 32)

Die Kinder sind diejenigen, die am meisten verlieren:

Kinder werden nicht mehr als Kinder gesehen, sondern als kleine Erwachsene – das ist ein Schritt zurück in mittel­alterliche Verhältnisse. Der Schutzraum, den ihnen ihre Eltern und andere Erwachsene 200 Jahre lang intuitiv zur Verfügung gestellt haben, ist den Kindern abhandenge­kommen. Und damit auch ihre Kindheit.

Die Kinder und Jugendlichen leiden nicht. Sie haben alles, was sie sich wünschen. Sie haben die Familie im Griff.

Trotzdem: Ihre Psyche kann sich nicht entwickeln, sie bleibt auf einem Kleinkindniveau stehen. Für immer Kind sein – was für eine furchtbare Aussicht!

Was aber am verstörends­ten ist: Unserer Wahrnehmung nach ist alles bestens. In der Gesellschaft ist man sich sogar einig, dass wir unseren Kindern keinen größeren Dienst erweisen können, als sie partnerschaftlich wie kleine Erwachsene zu behandeln. Für die Kinder ist genau das jedoch eine Katastrophe. (S. 48-49)

Die Kinder sind diejenigen, die am meisten verlieren:
• die Chance auf eine gesunde Entwicklung ihrer Psyche,
• die Chance auf tragende Beziehungen,
• die Chance auf ein Selbstvertrauen, das sie durch die Krisen des Lebens trägt,
• die Chance auf ein selbstbestimmtes, emotional rei­ches und vielfältiges Leben.

Aufgepasst

Der Weg aus der Nicht-Kindheit führt geradewegs in das Nicht-Erwachsensein.

Eine Zeitreise durch die Kindererziehung

Die Wunschfee
Schnelles Leben

Ohne Geschichte weiter

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»Winterhoffs Diagnose von der ›Abschaffung der Kindheit‹ hat den Nerv der Zeit und den Nagel auf den Kopf getroffen.«

Süddeutsche Zeitung

Wenn du 10 Wünsche frei hättest...

Seit fast 30 Jahren erzähle ich sieben- bis zwölfjährigen Kindern, die zu mir in die Praxis kommen, eine Geschichte: Eine Fee kommt zu ihnen und sagt ihnen, dass sie zehn Wünsche frei hätten. Dann bitte ich sie, ihre zehn Wünsche aufzuschreiben.
1990: Der neunjährige Alex bekommt leuchtende Augen. Er ist mit seiner Phantasie sofort in der Geschichte drin und muss nicht lange überlegen. Er nimmt den Stift und fängt an zu schreiben: Lego, Wasserpistole, Matchbox-Feuerwehrwagen, Dinosaurier-Figuren … Innerhalb von zwei Minuten hat er zehn Wünsche heruntergeschrieben.

Die Wunschliste erlaubt mir einen Einblick in die Weltsicht des Kindes. Was Alex sich 1990 vorstellt, ist angemessen kindlich für sein Alter. Doch schon 1995 gab es einen merklichen Wechsel zu einer ganz anderen Art von Wünschen. Viele Eltern waren zu dieser Zeit bereits in eine partnerschaftliche Beziehung zu ihren Kindern gerutscht, so dass sie ihre Kinder wie kleine Erwachsene behandelten. Die Kinder wurden mit in Erwachsenenthemen hineingezogen; einen geschützten Raum, in dem sie unbelastet heranwachsen durften, gab es nicht mehr für sie. Das merkte man auch an ihren merkwürdig altklugen Wünschen. In jener Zeit las ich zum Beispiel auf dem Zettel: »Ich wünsche mir, dass meine Eltern nicht mehr so oft miteinander streiten, dass Opa wieder Arbeit findet, dass es den Flüchtlingen aus Jugoslawien gut geht« usw. In anderen Familien hatten die Erwachsenen andere Gesprächsstoffe und die Kinder schrieben: »Ich möchte reich sein, ein Haus haben, einen Swimmingpool, ein dickes Auto …« Ob nun Weltfrieden gewünscht wurde oder Materielles, das spontan Kindliche war in den Hintergrund getreten.

Waren die Eltern denn nicht alarmiert? Den Müttern und Vätern musste ja die fehlende Unbeschwertheit auffallen. Doch die Erwachsenen freuten sich darüber, dass ihre Kinder »für ihr Alter schon so weit entwickelt« waren. Die Intuition dafür, dass die Wünsche ihrer Söhne und Töchter keine Kinderwünsche mehr waren, hatten sie bereits verloren. Der bunte, magische Erlebnisraum des Kindes von 1990 ist auf eine farblose, gefühlsarme Welt zusammengeschnurrt.

2017: Die Geschichte mit der Wunschfee hat die neunjährige Luisa nicht sonderlich beeindruckt. Zuerst kommt das Spielchen mit dem Steuern. »Auf das Blatt hier? Drei Wünsche? Ach so … zehn …« Endlich hat sie den Stift in der Hand. Sie überlegt eine Weile, schreibt dann »Geld« auf das Papier. Dann fällt ihr nichts mehr ein. Ich frage sie: »Was wünschst du dir denn noch?« Luisa hat keine Idee. Demonstrativ schaut sie sich im Raum um. Dann schreibt sie: »ein Kamin, eine Lampe«. Beides befindet sich bei mir im Untersuchungszimmer. Wieder stockt sie. Ich muss sie mehrmals auffordern weiterzumachen. Zwischendurch zeigt sie wieder das steuernde Verhalten: »Kann ich mir auch einen Teppich wünschen?« Es dauert gefühlte Ewigkeiten, bis ein paar Worte mehr auf dem Blatt stehen: »Teppich, Stuhl …« Luisa sagt: »Reicht das jetzt? Ich hab schon zehn …« Aber auf der Liste stehen nur sechs Dinge.

Es ist tieftraurig: Für fast alle Kinder, die ich heute nach den zehn Wünschen befrage, ist nach nur ein, zwei Wünschen Schluss. Mehr fällt ihnen nicht ein. Selbst fünf Tage vor Weihnachten antworten sie auf die Frage, was sie sich denn wünschen: »Weiß ich nicht.« Falls sie überhaupt einen Wunschzettel geschrieben haben (nachdem ihre Eltern sie mehrmals darum gebeten hatten), wissen sie kurze Zeit später nicht mehr, was darauf steht. Sie hatten ja sowieso nur Dinge genannt, die sie kurz zuvor in der Werbung gesehen hatten. Echte Wünsche sind das nicht. Eltern sollten sich also nicht wundern, dass unterm Weihnachtsbaum auch dann die Stimmung mies ist, wenn sie den Wunschzettel Punkt für Punkt abgearbeitet haben.

 

Ruhe und Geduld

Eltern brauchen für ihre Kinder viel Zeit, viel Ruhe und viel Geduld. Nur so können sie ihnen gelassen begegnen, Entscheidungen für sie treffen und Verantwortung für sie übernehmen. Erwachsene, die in sich ruhen und nicht dauergestresst sind, leiten ihre Kinder intuitiv an, begleiten sie und üben vieles mit ihnen ein. Damit ermöglichen sie ihnen nicht nur die Entwicklung zu eigenständigen, »sturmfesten« und beziehungsfähigen Erwachsenen, sondern auch eine unbeschwerte Kindheit. Doch die Realität sieht leider oft ganz anders aus.

2017: Luisas Mutter fühlt sich schon beim Aufwachen bleischwer. Sie würde gerne noch eine kurze Zeit liegen bleiben, doch sie weiß ganz genau, dass diese kurze Besinnungspause sich bitter rächen würde. Denn ihr Morgen ist auf die Minute getaktet: die zweieinhalbjährige Luisa wecken und sie noch im Halbschlaf in ihre Anziehsachen stecken, in die Küche eilen und dann das Frühstück für ihre Tochter zubereiten. Wenn Luisa bei diesem Morgen-Galopp nicht mitmacht, reagiert die Mutter genervt und verärgert. Dann hopp-hopp in die Kita, Jacke aus, Schuhe aus, Hausschuhe an, Abschiedskuss … endlich verschwindet das Kind hinter der Tür zum großen Gruppenraum.

Was für eine Hektik! Schlendern, Muße, innere Einkehr … das sind alles Fremdworte für Luisas Mutter. Das fällt ihr gar nicht auf, so normal ist es für sie geworden, schon zu Beginn des Tages im Laufschritt unterwegs zu sein. Könnte sie einen Zeitsprung zurück in das Jahr 1990 machen,  würde sie verwundert feststellen, dass der Alltag 1990 für Eltern und Kinder spürbar überschaubarer und ruhiger war. Das Lebensgefühl war ein völlig anderes.

Es gab Pausen und viel Zeit für das Miteinander. Das gemeinsame Spielen von Mensch-ärgere-dich-nicht, Halma und ähnlichen Brettspielen waren Highlights im Tagesablauf. Es war auch selbstverständlich, dass am Abend die Schulsachen gepackt und die Anziehsachen herausgelegt waren. Solche festen Rituale gaben Alex und Alexa Sicherheit. Ihre Eltern ruhten in sich und verfügten über ihre Intuition. Kümmerten sie sich um ihre Kinder, waren sie nicht abgelenkt. In diesem Umfeld konnten Alex und Alexa in Ruhe aufwachsen und sich entwickeln.

1990: Alexas Vater bleibt gerne morgens noch fünf Minuten liegen, um richtig wach zu werden. Er weckt die zweieinhalbjährige Alexa, gemeinsam kuscheln sie ein wenig, dann hilft der Vater seiner Tochter beim Anziehen. Am Frühstückstisch achtet der Vater darauf, dass Alexa mit dem Löffel isst, ohne allzu viel zu kleckern. Beide freuen sich über ihre guten Fortschritte. Um acht Uhr macht der Kindergarten auf, Alexa umarmt ihren Vater noch einmal, bevor sie mit der Erzieherin in die Eichhörnchengruppe geht.

Es geht mir keinesfalls um einen nostalgischen Blick auf den Stand von 1990. Indem ich den Alltag von Luisas Mutter und Alex’ Vater gegenüberstelle, will ich bewusst machen, dass der Alltag heute von einer unglaublichen Unruhe bestimmt ist. Alexas Vater von 1990 macht einen fast schon langsamen und behäbigen Eindruck. Es scheint so, als wäre er in Slow Motion unterwegs. Doch es ist genau andersherum: Tatsächlich hastet Luisas Mutter im Jahr 2017 hochgedreht und wie in einem Witzfilmchen im Schnelldurchlauf durchs Leben.

Zwischen 1990 und 2017 liegen nicht nur 27 Jahre, sondern ganze Welten. Dass sich das Leben um 1990 völlig anders anfühlte und eine ganz andere Lebensqualität möglich war, haben die älteren Erwachsenen vergessen und die jüngeren nie kennengelernt. Die enorme Unruhe und das ständige Abgelenktsein von heute werden nicht mehr wahrgenommen, denn das alles ist völlig normal geworden. Man kann es sich gar nicht mehr anders vorstellen. Und Luis und Luisa? Was bedeutet es für sie, wenn ihre Eltern ein Leben im Schleudergang führen?

2017: Noch bevor Luis’ Eltern frühmorgens einen Fuß auf den Boden setzen, ist der Druck schon da: Wie eine Bleidecke lasten die Anforderungen auf ihnen. Den Tag über hangeln sie sich von einer Aufgabe zur nächsten. Sie sind ständig in Eile und gereizt.

Für Luis bedeutet das: Er lebt in einer permanent unruhigen Umgebung. Schon wenn er geweckt wird, sind seine Eltern angespannt. Es muss alles schnell, schnell gehen. Trödelt er verschlafen, wird er sofort angeraunzt. Manchmal bekommt Luis um 18 Uhr Abendessen, manchmal erst um 20.30 Uhr. Feste Rituale gibt es nicht.

 

Der Tag von Luis’ Eltern ist nicht klar strukturiert, aber dennoch voller Termine. Ständig werden sie durch ungeplante Querschüsse aus dem, was sie gerade tun, herausgerissen; Störenfried Nummer 1 ist das Smartphone. Um das Tempo zu halten, versuchen sich die Erwachsenen in Multitasking

2017: 44 Prozent der Autofahrer geben zu, dass sie »häufig« oder »manchmal« während der Fahrt mit dem Handy am Ohr telefonieren. 31 Prozent schreiben SMS oder WhatsApp, 51 Prozent lesen sie. 17 Prozent surfen am Steuer im Internet, 8 Prozent schauen Videos. (Die repräsentative Umfrage unter knapp 779 deutschen Autofahrern ab 18 Jahren wurde von Bitcom Research im Auftrag des Digitalverbandes Bitcom durchgeführt.)

Für Luis bedeutet das: Seine Eltern konzentrieren sich nicht auf eine Sache, noch nicht einmal auf Luis. Selbst wenn sie mit ihrem Sohn reden, reißt ein Handyanruf sie umgehend aus dem Gespräch.

 

Gemeinsame Mahlzeiten haben Seltenheitswert. Jeder bedient sich, wenn er Hunger hat. Gegessen wird meistens auf dem Sofa vor dem Fernseher. Sitzt die Familie miteinander am Esstisch, daddeln alle während des Essens auf ihren Handys herum. In einer britischen Studie14 sind folgende Zahlen zu lesen: Auf die Frage »Kommt es vor, dass Sie und andere Familienmitglieder gleichzeitig Handys und Smartphones benutzen?« antworteten 49 Prozent: »Ja, manchmal«, und 12 Prozent der Eltern sagten sogar: »Ja, das kommt oft vor.«

Für Luis bedeutet das: Er lernt Kommunikation vorzugsweise in digitaler Form kennen.

 

Jede noch so kleine Pause nutzen die Eltern dazu, per Smartphone oder Computer ins Internet zu gehen. Tag und Nacht sind sie erreichbar, für Kollegen, Freunde und für neueste Nachrichten – für Luis haben sie deswegen wenig Aufmerksamkeit übrig.

Für Luis bedeutet das: Ist er unruhig, bekommt er eines der Smartphones seiner Eltern in die Hand gedrückt, damit er nicht mehr nervt.

 

Weil es eine Riesenauswahl an Freizeitmöglichkeiten gibt, sind Luis’ Eltern auch in der Freizeit dauerbeschäftigt und produktiv. Dass ein Mensch auch Ruhe und Muße braucht, und wie man sie bekommt, haben sie vergessen.

Für Luis bedeutet das: Selbst am Wochenende kehrt keine Ruhe in die Familie ein. Luis wird zu allen möglichen Aktivitäten mitgeschleift, auch wenn sie nur für Erwachsene geeignet sind. Langweilt er sich trotz Dauer-Animation, geht die Stimmung in den Keller.

 

Luis’ Eltern sind wie getrieben und widmen sich nur noch selten ausschließlich ihrem Kind. Das Statistische Bundesamt kommt allerdings zum Schluss, dass Eltern heute mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen als noch vor zehn Jahren. (Mütter: 1 Stunde 45 Minuten, Väter: 51 Minuten pro Tag. Die Zahlen stammen aus dem Jahr 2012/13, veröffentlicht wurden sie am 10. Mai 2016 auf ZEIT online.) Wie passt das zusammen? Fast ein Viertel dieser »gemeinsamen Zeit« sitzen die Kinder heute im Auto, während die Eltern sie zu den verschiedenen Terminen fahren; auch die Zeit, in der die Eltern beim Sport zusehen, bevor sie sie wieder zurück nach Hause transportieren, gehört in diese Kategorie. Richtige »quality time« ist das nicht. Eine Statistik, die abfragt, wie viel Zeit Eltern und Kinder miteinander und ohne Ablenkungen durchs Handy verbringen, wäre interessant. Zu solchen kostbaren Stunden würden zum Beispiel das gemeinsame Brettspiel und das regelmäßige Vorlesen abends vor dem Schlafengehen zählen. Doch in dieser Hinsicht sieht es nicht so gut aus: Nur einem knappen Drittel aller Kinder wird täglich vorgelesen.

2017: Die Terminvergabe in meiner Praxis ist seit etwa 2005 zu einem Problem geworden. Das hat gleich zwei Gründe. Zum einen passierte es immer wieder, dass die Familien nicht zum vereinbarten Termin erschienen. Wenn wir nachhakten, warum die Eltern den Termin nicht rechtzeitig abgesagt hatten, hieß es oft: »Oje! Das haben wir völlig vergessen!«
Jedem ist es schon passiert, das er mal eine Verabredung verschwitzt hat. Dass dies aber derart gehäuft auftritt, kann nur eines heißen: Vielen Erwachsenen wächst der Alltag über den Kopf. Damit der Praxisbetrieb überhaupt noch laufen kann, muss nun eine der Arzthelferinnen einige Tage vor dem Termin telefonisch von den Eltern bestätigen lassen, dass sie auch wirklich kommen werden.
Der zweite Grund: Es ist schon schwierig, überhaupt einen Termin zu finden, an dem die Eltern mit ihrem Kind zu mir in die Praxis kommen können. Sie haben keine Zeit, sind immer »busy« und auf viele Wochen, manchmal sogar Monate ausgebucht.
Eltern nehmen sich immer weniger Zeit für ihre Kinder. Denn in das Leben von Luis’ und Luisas Eltern hat sich ein gefährlicher Zeit- und Aufmerksamkeitsfresser eingenistet, der Stunden über Stunden beansprucht, die sie früher mit ihren Kindern verbracht haben.
Der Haupttreiber dafür, dass das Leben heute so unruhig geworden ist, ist die Durchdringung des Alltags mit digitalen Medien. Kinder konkurrieren mit Smartphone und Laptop um die Zuwendung ihrer Eltern – und Kinder ziehen dabei regelmäßig den Kürzeren. Ich weiß, man kann schon nicht mehr hören, dass die Digitalisierung »an allem« Schuld sei. Dieses Thema ist tatsächlich schon ziemlich durchgenudelt, und trotzdem … es ist nun mal so, dass uns die digitale Revolution überrollt hat.